Microsoft greift mit Hailstorm AOL an

Erste .Net-Komponente soll mehr Entwickler dazu bringen, Anwendungen für die neue Plattform zu programmieren

Microsoft (Börse Frankfurt: MSF) hat am Montag eine Reihe neuer Services gezeigt, die unter dem Namen „Hailstorm“ – „Hagelsturm“ laufen und die der .Net-Strategie zugrundeliegen sollen. Zudem wurden auch neue Hotmail E-Mail-, Messenger- und Passport-Authentifizierungs-Services angekündigt. Mit Hailstorm will Microsoft Entwickler offensichtlich dazu verführen, neue XML-basierte Webservices zu schreiben, die sowohl für PCs als auch andere Geräte wie Handhelds und im Web laufen.

Mit Hailstorm versucht Microsoft eher, Applikationen für Instant Messaging zu gewinnen, als für Consumer-Anwendungen mit begrenzten Nutzen. Mit der neuen Strategie sollen Services wie Echtzeit-Kurse, Kalender und Shopping transportiert werden. Durch die neue Ausrichtung macht sich Microsoft einen mächtigen Feind: AOL den bisherigen Marktführer bei Instant Messaging.

Analysten wie Henry Blodget von Merrill Lynch gehen davon aus, dass Hailstorm aus zwei Gründen wichtig für Microsoft sein wird: Zum einen sollte es die Größe und Loyalität von Microsofts Verbrauchern steigern und dem Konzern so die Möglichkeit geben, eine monatliche Gebühr für die Dienstleistungen zu verlangen. Zum anderen würde dieser Schritt die Hailstorm-Plattform für Entwickler sehr attraktiv machen. „Eine der Kernstrategien für Microsoft muss in den nächsten Jahren sein, die Umgebung attraktiv für Entwickler zu gestalten.“

Kontakt: Microsoft, Tel.: 089/31760

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