Neue MP3s brauchen halb so viel Speicher

Thomson Multimedia arbeitet an einer neuen Version des Musikformats / Tonqualität soll gleich bleiben

„MP3Pro“ wird das neue Musikformat heißen, an dem derzeit die französische Firma Thomson bastelt. Das neue Format soll die gleiche Tonqualität des derzeitigen Standards MP3 haben, beim Speicherbedarf jedoch nur noch die Hälfte benötigen. Laut dem Unternehmen wird das Mitte des Jahres verfügbare Format „MP3Pro“ mit dem weitverbeitesten Musikstandard MP3 kompatibel sein.

MP3 ist derzeit der Audio-Standard im Internet. Doch immer mehr Firmen wie Microsoft and Real Networks kratzen an dieser Spezifikation mit ihren eigenen Entwicklungen. Selbst sogenannte Open-Source-Programmierer basteln an einer lizenzfreien Alternative.

MP3Pro wird auf der Basis der Code-Technologie des Fraunhofer Instituts entwickelt, das sich die Rechte am MP3-Format mit Thomson teilt. Thomson und Fraunhofer verlangen Lizenzgebühren für die Benutzung des Musikstandards.

Das wichtigste für ein gutes Format ist die Bit-Rate, mit dem die Audio-Dateien verschlüsselt sind. MP3-Streams besitzen eine Bit-Rate von 128 Kbit/Sekunde. Konkurrierende Musikstreams blieben bei einer Rate von 64 Kbit/Sekunde mit der gleichen Qualität.

Sicher sei, MP3Pro werde eine 64 Kbit-Technologie, die den bestehenden Streaming-Unternehmen helfe, Geld zu sparen und es den Verbrauchern ermögliche, mehr Lieder auf ihren tragbaren MP3-Playern zu speichern, so Thomson-Sprecher Dave Arland. „Derjenige macht das Rennen, der die beste Qualität zur niedrigsten Bit-Rate anbieten kann“, meint der Analyst des Markforschungsunternehmens Gartner, P.J. McNealy. „Derzeit geht der Kampf um 64 Kbit/Sekunde. Es geht nicht länger um 128 Kbit/Sekunde.“

Kontakt:
Fraunhofer-Gesellschaft, Tel.: 089/120501

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