Weihnachtsviren im Anmarsch

Trend Micro warnt vor netten Mail-Anhängen mit unvorhersehbaren Folgen

Der Hersteller von Anti-Virensoftware Trend Micro hat jetzt Bilanz für das Virenjahr 2000 gezogen: Nach wie vor sind Macro-Viren am häufigsten verbreitet, doch die Tendenz geht eher zur Bedrohung von mobilen Geräten wie Handys und Palmtops. Jetzt aktuell warnt das Unternehmen vor „Weihnachtsviren“, die getarnt als nette Applikation vor allem Privatrechner heimsuchen.

Aber auch Firmen sind potentielle Opfer: „Oftmals arbeiten Unternehmen zu dieser Jahreszeit aufgrund der Urlaubszeit mit einem Minimum an IT-Fachleuten, so der Public Educational Director David Perry. „Dadurch werden sie sehr empfänglich für Viren, wenn sie nicht rechtzeitig einen entsprechenden Plan zur Vorbeugung und Bekämpfung ausgearbeitet haben.“

Neben dem bereits früher beschriebenen Wurm Navidad warnt Trend Micro vor den Weihnachtsübel „Music“. Durch Doppelklicken auf einen E-Mail-Anhang aktiviert der User einen Trojaner, der Windows Systemverzeichnisse verändert, während im Vordergrund ein Bild vom Weihnachtsmann erscheint und ein kurzes Lied abgespielt wird. „VBS.JEAN“ ist auch als I-Worm.Santa bekannt und verteilt die Nachricht „Guten Tag, Weihnachtenkommt. Wie wäre es mit einem schönen Weihnachtsgeschenk? Deshalb ein Tipp vom Weihnachtsmann…“ an alle Einträge im Outlook-Adressbuch. Die Infizierten sehen nach der Meldung das Angebot einer deutschen Online-Shoppingsite.

Auch ältere Weihnachtsviren sind im Umlauf: Christmas, auch bekannt als XMAS aktiviert sich am 25. Dezember mit der Nachricht „A Merry Christmas to you“ oder „Jingo bell, jingo bell, jingo all the way.“ Feliz_Navidad aktiviert sich zwischen dem 1. Und 25. Dezember mit der Nachricht „Feliz Navidad!“. Jedes Jahr wieder tauchen „Geschenke“ auf wie „PE_KRIZ.4029“, der sich am 25. Dezember aktiviert. Ein Text-String im Viruskörper verweist auf Gott und Religion. „PE_KRIZ.4050“ wurde erstmals 1999 entdeckt und ist zwischenzeitlich wieder in den Top 10 der Virenliste. Allerdings taucht er vorwiegend in Korea und Asien auf. Anwender und Administratoren können sich auf einer speziellen Website über Weihnachtsviren informieren.

Kontakt:
Trend Micro, Tel.: 089/37479700

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