Altavista-Chef: Flatrate muss billiger sein als Pay-TV

Mathias Schmitz, Geschäftsführer der deutschen Suchmaschine, im Interview mit ZDNet

Nach einem kostenlosen Internet-Zugang, den der Suchdienst Altavista jüngst in Großbritannien vorgestellt hat, werden nun auch in Deutschland Forderungen nach ähnlichen Angeboten laut. ZDNet sprach mit dem deutschen Altavista-Chef Mathias Schmitz über die Perspektiven der Low-cost-Zugänge und seines Dienstes.

ZDNet: Überträgt Altavista das britische Zugangsangebot auf Deutschland? Schließlich ist der Markt in UK und Deutschland doch sehr ähnlich.

Schmitz: Altavista Deutschland befindet sich derzeit in Gesprächen und Verhandlungen mit Carriern und ISPs (Internet Service Providers), um ein äußerst attraktives Angebot für die deutschen Internet-User zusammenzustellen. Dabei werden noch unterschiedliche Modelle durchgespielt, bei denen nicht nur die monatliche Flatrate eine Rolle spielt, sondern auch eine vernünftige Leistung der Zugänge.

Mathias Schmitz
Mathias Schmitz leitet die deutsche Altavista-Suchmaschine (Foto: Altavista)

ZDNet: Wenn es in absehbarer Zeit kein kostenloses Internet über Altavista in Deutschland geben wird – was kommt dann?

Schmitz: Ich denke, kostenlose Zugänge (0,00 Mark im Monat) werden – durch zusätzliche Werbebanner finanziert – noch etwas auf sich warten lassen. Ähnliche Modelle wie Germany.net gab es schon vor Jahren. Die Attraktivität zusätzlicher Werbung hält sich bei Internet-Zugängen demnach in Grenzen. Weder T-Online noch AOL scheint dieses Modell in Bedrängnis gebracht zu haben. Jetzt warten die ersten Anbieter mit monatlichen Flatrates auf, Arcor etwa mit 149 Mark im Monat. Vernünftige monatliche Raten sollten sich unbedingt unterhalb der monatlichen Pay-TV-Gebühren bewegen. Generell gilt: je günstiger desto besser, aber selbst Fernsehen kostet zumindest die monatliche GEZ-Gebühr. Der Haushaltsetat für die Mediennutzung darf nicht explodieren.

ZDNet: Wie wollen Sie sich gegen Konkurrenten wie MSN mit ihren Billig-Angeboten positionieren?

Schmitz: Die Billig-Angebote von heute müssen in sechs bis 12 Monaten zeigen, ob sie auch dann noch Billig-Angebote sind.

ZDNet: Zugang hin oder her – wie wollen Sie sich gegen die Konkurrenz durch Fireball und andere behaupten?

Schmitz: Altavista ist heute mit 78 Millionen Pageviews einer der führenden Suchdienste in Deutschland. Diese Position werden wir durch weitere hochwertige Internet-Dienste konsequent ausbauen. So wird am 1. April beispielsweise eine neue Produktsuche in das Altavista-Portfolio aufgenommen.

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