Doch keine MCI-WorldCom- Sprint-Fusion?

Weltgrößte Unternehmenszusammenlegung durch Kartellrecht in Frage gestellt

Gestern gab das US-Telekommunikationsunternehmen MCI WorldCom die Übernahme des Konkurrenten Sprint für 129 Milliarden Dollar bekannt. Zunächst war – ZDNet berichtete – von 115 Milliarden Dollar die Rede. Die Fusion würde auch der Deutschen Telekom einen Geldregen bescheren, doch der Deal ist alles andere als perfekt.

Sowohl das US-Justizministerium als auch die Aufsichtsbehörde Federal Communications Commission (FCC) haben bereits konkrete Untersuchungen angekündigt. Wie in solchen Fällen üblich, wird auch die Wettbewerbskommission der EU zur Tat schreiten. Ob die Übernahme nach diesen Untersuchungen rechtskräftig werden kann, ist fraglich, Auflagen werden die beiden Telekommunikationsunternehmen auf jeden Fall hinnehmen müssen.

Der US-Vizejustizminister Joel Klein hat im Anschluß an ein Treffen mit dem neuen EU-Wettbewerbskommissar Mario Monti in Brüssel eine „sehr gründlichen Prüfung“ angekündigt. Beide Behörden wollen dabei eng zusammenarbeiten.

Nach Angaben des MCI-Worldcom-Chefs Bernie Ebbers in der US-Presse hat sich ihm gegenüber der FCC-Boß Bill Kennard „wenig zuversichtlich“ über eine Absegnung der Übernahme geäußert.

Dabei wäre die Fusion gerade für die Deutsche Telekom (Börse Frankfurt: DTE) lukrativ: 21 Milliarden Dollar wäre im Falle einer Genehmigung ihr zehnprozentiger Anteil an Sprint wert. Gezahlt hatte die Telekom 1996 dafür drei Milliarden Mark.

Kontakt: UUNet Deutschland (MCI-Worldcom-Tochter), Tel.: 0231/9720

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