Deutsche Bank kämpft um Telekom-Kabel

Bietet Zustimmungsrechte als Kompromiß an

Die Deutsche Bank hat ihren Kampf um das deutsche Fernsehkabel der Deutschen Telekom (Börse Frankfurt: DTE) noch nicht aufgegeben. Nachdem das Kreditinstitut bereits im März 1999 mit einem Angebot abgeblitzt war (ZDNet berichtete), will es nun dem Ex-Monopolisten einen Kompromiß anbieten: Wenn man den Zuschlag für den Erwerb des Netzes erhalte, werde man Konzernchef Ron Sommer ein Zustimmungsrecht bei späteren Weiterverkäufen des Netzes einräumen. Das berichtet der „Spiegel“.

Die Bank zieht laut dem Magazin in einem neuen Angebot auch einen späteren Börsengang der Kabelabteilung als geplant in Betracht. Ziel sei es, maximal fünf Jahre lang Geschäfte mit dem Kabel zu betreiben und es dann wieder abzustoßen.

Im März diesen Jahres hatte die Deutsche Bank erstmals versucht, das Kabel der Telekom zu kaufen. Das Telekommunikationsunternehmen hatte das Angebot der Deutschen Bank allerdings „als viel zu niedrig“ zurückgewiesen. Die Telekom wolle einen Kaufpreis von „deutlich über 20 Milliarden Mark“ erzielen. Im Gespräch waren aber nur fünf bis neun Milliarden Mark.

Die Deutsche Bank will überhaupt groß ins Kabelgeschäft einsteigen: Ende Mai hatte die Deutsche Bank von den Energiekonzernen RWE und Veba für rund 1,45 Milliarden Mark die Kabelfernsehtochter Telecolumbus gekauft. Das Netz versorgt rund 1,7 Millionen Haushalte, vor allem im Ruhrgebiet, mit TV-Programmen.

Bereits im vergangenen Jahr hatte sich das Deutsche Bank-Tochterunternehmen Deutsche Morgan Grenfell bei Otelo um dessen Kabelfernsehnetz beworben. Man hatte ein schriftliches Kaufangebot über rund 900 Millionen Mark unterbreitet.

Die Deutsche Bank plant, das Fernsehkabel zu einem Multimedianetz mit Internet-Zugang auszubauen.

Kontakt: Deutsche Bank, Tel. 069/91000

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