IFA: Fraunhofer zeigen Radio zum Sehen

Neues Verfahren liefert Videos auf dem Audiostream

Zur Internationalen Funkausstellung in Berlin (28.8. bis 5.9.) werden Forscher des Fraunhofer-Instituts für Integrierte Schaltungen IIS, Bereich Angewandte Elektronik, den „Multimedia-Rundfunk“ vorstellen. Mit dieser neu entwickelten Technik können neben Sprache und Ton auch kleinformatige bewegte Bilder übertragen werden.

„Das System ist nicht als Konkurrenz zum Fernseher gedacht. Vielmehr soll es dem Radiohörer oder Radioseher hilfreiche Zusatzinformationen bieten“, erklärt Harald Popp aus dem IIS. „Viele Radiosender sind daran interessiert, ihr Angebot für die Hörer attraktiver zu gestalten – zum Beispiel mit Bildern, die aktuelle Nachrichtenmeldungen ergänzen, oder mit Videoclips zu den gerade gesendeten Musikstücken.“

Grundlage für das Bilderradio sind digitale Übertragungstechniken wie etwa Digital Audio Broadcasting (DAB Eureka 147) oder Worldspace.

Das besondere am Radiosehen der Erlanger Forscher ist, daß die bewegten Bilder programmbegleitend, also parallel zu den Audiodaten in einem vorhandenen Sendekanal ausgestrahlt werden. Damit die großen Datenmengen übertragen werden können, verbesserte das IIS-Team bestehende Video-Codierverfahren. Auf einem kleinen Display, das in künftige Empfangsgeräte integriert werden soll, lassen sich die Bilder betrachten.

»Ein großes Potential bieten neue Datendienste, die der Nutzer beispielsweise im fahrenden Auto oder auf speziellen portablen Empfängern abfragen kann«, erläutert der IIS-Mitarbeiter. Dazu gehören etwa regionale Infoservices für Tourismus und Nahverkehr.

Das Fraunhofer-Institut zeigt das Bilderradio auf der IFA in Halle 6.3 Stand 13.

Kontakt: Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen IIS, Ansprechpartner Niels Rump, Tel.: 09131/776611

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