Deutsche Phono-Industrie ließ 100 Angebote schließen

Fahndungstruppe sucht nach illegalen Stücken

In den vergangenen Monaten hat die deutsche Phono-Industrie nach eigenen Angaben rund 100 illegale Internet-Angebote in Deutschland schließen lassen. Das teilte der Bundesverband der Phonographischen Wirtschaft in einer Presseerklärung mit. Zuständig für die Suche nach illegalen Musikdateien ist dabei die Fahndungstruppe der deutschen Landesgruppe der IFPI (International Federation of the Phonographic Industry).

Die deutsche Gruppe durchkämmt wie ihre Schwesterorganisationen in rund 70 Ländern das Netz nach Titeln, für die keine Zustimmung der Rechteinhaber vorliegt.

Für die Fahndung setzen die Musikpolizisten spezielle Suchmaschinen ein. „Wird bei eine Überprüfung festgestellt, daß der Anbieter nicht über die notwendigen Rechte verfügt, wird die Site in Kooperation mit den Providern innerhalb weniger Stunden gesperrt“, so der Bundesverband. Der für das Angebot Verantwortliche werde kostenpflichtig abgemahnt.

Die Musikindustrie schätzt den Schaden durch illegal ins Netz gestellte Dateien für 1998 auf rund 20 Millionen Mark. Die Industrie droht: Die Tonträgerhersteller bauen ihre Pirateriebekämpfung weiter aus.

Kontakt: Bundesverband der Phonographischen Wirtschaft, Tel.: 040/5897470

Themenseiten: Business, Telekommunikation

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1 Kommentar zu Deutsche Phono-Industrie ließ 100 Angebote schließen

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  • Am 17. Januar 2003 um 16:59 von Manfred Giesen

    Deutsche Phonoindustrie ließ 100 Angebote schließen
    Anstatt Millionen dafür zu vergeuden, illegale MP3 Sites zu suchen schließen zu lasen oder zu verklagen, sollten die Musikgiganten doch mal lieber Ursachenforschung betreiben.<br />
    Mir kann keiner weismachen das eine Musikcd 15-20€ kosten muss. es gibt auf unserem Planeten sowieso nur recht wenige Superstars, die ihren Verdienst den Musikgiganten diktieren können. Die meisten Musiker haben doch Knebelverträge und müssen mit relativ wenig Geld auskommen.<br />
    Und das meiste Geld kassieren die hohen Herren, um in dicken Autos rumzukurven und auf Parties ne tolle Figur machen.<br />
    Diese Leute sind jetzt auf einmal besorgt, reden über Millioneneinbußen und verklagen die kleinen.<br />
    <br />
    Die sollten mal anfangen MP3 CDs mit 100 Lieder für 5€ auf den Markt zu bringen. dann hört die Tauscherei ganz von selbst auf, und es wird auch noch der Markt für tragbare mp3 player angekurbelt.

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