Brennprogramme im Test: Zwei gegen ROM

Waren vor wenigen Jahren Brennprogramme in rauen Mengen auf dem Markt ...

Waren vor wenigen Jahren Brennprogramme in rauen Mengen auf dem Markt vertreten, hat sich deren Zahl mittlerweile auf eine Handvoll reduziert. ZDNet holt sich die drei wichtigsten ins Testlabor: den populären Spitzenreiter Nero Burning ROM und seine größten Konkurrenten B’s Recorder Gold sowie Roxio WinOnCD.

Aheads Nero Burning ROM, noch in der Version 5.5, ist das verbreitetste und beliebteste Tool zum Erstellen von CDs, nicht nur, weil es einer Vielzahl von Brenner-Modellen kostenlos beiliegt. Bis heute ist es – als urspüngliche Shareware – per Download verfügbar. Mittlerweile muss sich Nero Burning ROM gegen WinOnCD 6 Power Edition von Roxio und gegen B’s Recorder Gold 5 Video+Audio wehren. Während Winoncd 6 schon eine Weile bekannt und bei einigen sehr beliebt ist, wird B’s Recorder in letzter Zeit durch Bündelung mit den vielen DVD-Brennern stark gepuscht.

Obwohl nach Punkten nicht der Sieger, zeigt Roxio mit Winoncd 6 doch die Richtung in welche die Brennsoftware sich entwickeln und welche Rolle sie in Zukunft spielen wird. Neben der klassischen reinen Schreibfunktion zur Daten-Archivierung und -Verbreitung sind Brenntools der nächsten Generation ganz allgemein nicht mehr schlichte Tools, sondern Produktionswerkzeuge für multimediale Inhalte aller Art: Die Verschmelzung aller nötigen Prozesse zur Erstellung solcher Medien in einem Programm ist unumgänglich, wenn man dem Endanwender eine schnelle, effizienten und bezahlbare Möglichkeit bereitstellen will, selbst Multimedia-Inhalte zu produzieren.

Ginge es allein darum, diese Intention in die Tat umzusetzen, wäre Roxios Winoncd 6 mit Abstand Erstplatzierter, muss sich aber wegen mangelhaften technischen Unterstützung, insbesondere bei der Treiberaktualisierung, mit einem zweiten Platz zufrieden geben.

B’s Recorder Gold 5 stellt zwar ein recht umfangreiches Paket bereit, mit Funktionen von der Datenarchivierung über DVD-Authoring bis hin zu MP3-Bearbeitung, kann jedoch wegen mangelnder Flexibilität beim Zusammenstellen neuer Projekte sowie übermäßiger Komplexität im Editor-Modus weder Nero noch Winoncd das Wasser reichen. Zudem unterstützt B’s Recorder einige Formate nicht, darunter HFS, Hybrid-CD oder UDF.

Durch die ständige Aktualisierung mittels downloadbarer Patches wurde Nero 5.5, bereits in der Version 5.5.9.17b erhältlich, um einige Funktionen und neue Tools erweitert. Darunter ist auch eine eigene DVD-Authoring-Lösung, die aber noch etwas spärlich wirkt. Auch bei Ahead hat man die Richtung von Roxio eingeschlagen und bemüht sich, den Umfang an multimediale Features zu erweitern. Die Ergänzungen lassen bereits den Leistungsumfang der nächsten Version 6 ahnen, über die einige Gerüchte im Umlauf sind.

Fazit

Auch wenn man auf Nero 6 noch warten muss: Derzeit bietet Nero 5.5 als Allrounder nach wie vor die meiste Funktionalität mit variabel einfachen bis komplexeren Editiermöglichkeiten. Winoncd 6 Power Edition fokussiert hingegen stark auf den Audio- und Videobereich, während B’s Recorder beim Spagat zwischen professionellem Brennwerkzeug und Multimedia-Authoringsoftware noch nicht ganz gereift ist.

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