Die Toshiba PDR-T10 bricht mit der Tradition und unterscheidet sich daher von den meisten anderen Digitalkameras mit zwei Megapixel. Ihr LCD-Farbdisplay mit 1,5 Zoll nutzt einen originellen Touch-Screen für alle Funktionen, bis auf den Auslöser. Durch diese Neuheit besitzt das Kameragehäuse (172 Gramm) nur einen Einschaltknopf und einen Auslöser. Dies ermöglichte den Entwicklern von Toshiba, ein einfaches, elegantes und glattes Gerät mit einer Gesamtgröße von 90 x 73 x 29 Millimetern zu entwerfen.

Der Touch-Screen reagiert ebenso gut auf Fingerdruck wie auf den mitgelieferten Stift. Man könnte befürchten, dass diese Betriebsart ein zerbrechliches Display beschädigen könnte, doch diese Befürchtungen waren unbegründet. Das berührungsempfindliche Pad hat eine Woche permanenten Kontakt mit Fingernägeln, Fingern und Stift standgehalten.

Die intelligente Verwendung von Symbolen und Pfeilen, um in den verschiedenen Menüs zu navigieren, erweist sich als intuitiv. Es war nur einmal ein Blick in das Benutzerhandbuch erforderlich, um die Bedeutung des Symbols in Form eines Blattes (gewünschte Bildqualität) zu verstehen. Abgesehen davon beherrscht man die Funktionen nach kaum mehr als 10 Minuten.

Diese Kamera wartet mit vielen Überraschungen auf. Neben einem vollautomatischen Modus für die Anhänger der einfachen Bedienbarkeit lassen sich bei der PDR-T10 ebenso die Belichtung, die Lichtempfindlichkeit, der Weißabgleich und die Farben einstellen. Durch die Option „Scene“ hat der Nutzer die Möglichkeit, das passendste Programm zu wählen. Die Funktion Touch Sensor, mit der das Gerät automatisch in den Aufnahme-Modus wechselt, sobald der Nutzer auf den Auslöser drückt, ist besonders innovativ. Genauso nützlich ist die Option, durch die das Gerät nach einer bestimmten Zeit des Nichtbenutzens in den Lese-Modus übergeht.

Langsam beim Einschalten

Die Bilder präsentieren sich mit einer guten Qualität, obwohl sie etwas weniger scharf sind, als bei anderen Geräten der selben Preisklasse. Die Ausleuchtung bei Blitzaufnahmen fällt gleichmäßig und der Farbausgleich korrekt aus. Einige Störungen treten bei Innen-Aufnahmen auf, wenn man die ISO-Lichtempfindlichkeit erhöht.

Das größte Manko der PDR-T10 ist ihr langsames Tempo. Sie braucht sechs Sekunden für die Betriebsbereitschaft, und die Wartezeit zwischen zwei Fotos kann acht Sekunden erreichen. Dies enttäuscht besonders, da die Kamera weder über einen optischen Zoom, noch über einen Objektivschutz verfügt.

Die PDR-T10 kann mit einer CR-V3 Lithiumbatterie oder zwei AA/Mignon-Zellen betrieben werden und wird mit einer SD-Speicher-Karte mit acht MByte geliefert. Die Akkulaufzeit des Gerätes konnte nicht getestet werden, da das Testgerät nur im Netzbetrieb funktionierte. Die Kamera wird für den Datentransfer von Fotos über das mitgelieferte USB-Kabel an den PC angeschlossen. Zwei austauschbare Front-Panels (silberfarben und weiß) sind ebenfalls mit im Lieferumfang.

Fazit:

Die Toshiba PDR-T10 ist möglicherweise die erste Digitalkamera, die einen Touch-Screen für alle Funktionen verwendet, bis auf das Auslösen. Sie müsste Gelegenheits-Fotografen gefallen, die eine Kamera „just for fun“ suchen. Wer jedoch einen optischen Zoom sucht, eine Funktion zum Aufzeichnen von Videos und eine größere Anzahl künstlerischer Funktionen, sollte sich der Minolta DiMAGE X zuzuwenden, die flexibler, aber ebenfalls sehr kompakt ist.

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1 Kommentar zu Toshiba PDR-T10

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  • Am 23. November 2006 um 21:15 von E.Troxler

    battrie
    warum sind die battrien so schnell leer?
    gibts da auch ein akku wo mann am strom laden kann
    vielen dank

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