Gartner: Samsung und Huawei trotzen stagnierendem Smartphonemarkt

Die weltweiten Verkaufszahlen schrumpfen lediglich um 0,4 Prozent. Samsung und Huawei profitieren von einer Stärkung ihrer Portfolios im unteren und mittleren Preissegment. Apples Verkaufszahlen verschlechtern sich indes um mehr als 10 Prozent.

Der weltweite Smartphonemarkt ist im dritten Quartal nur leicht um 0,4 Prozent geschrumpft. Laut Berechnungen von Gartner verkauften die Hersteller in den Monaten Juli, August und September 387,5 Millionen Geräte, knapp 600.000 Einheiten weniger als im Vorjahreszeitraum. Einige Hersteller, darunter Huawei, Samsung und Oppo, bauten trotzdem ihre Marktanteile zum Teil deutlich aus.

Insgesamt beurteilten die Marktforscher die Nachfrage im dritten Quartal als schwach. Nutzer seien vor allem auf der Suche nach Geräten mit einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis. „Die Mehrheit der Smartphone-Nutzer will nicht mehr das günstigste Smartphone. Der heutige Smartphone-Nutzer entscheidet sich für Mittelklasse-Smartphones statt Premium-Smartphones, weil sie ein besseres Preis-Leistungsverhältnis bieten“, sagte Anshul Gupta, Senior Research Director bei Gartner. Zudem warteten viele Nutzer auf den Start des neuen Mobilfunkstandards 5G und verschöben Neuanschaffungen ins kommende Jahr.

Smartphonemarkt im Q3 2019 (Bild: Gartner)Einige Hersteller, darunter Samsung, Huawei, Xiaomi und Oppo, reagierten laut Gartner auf den neuen Trend mit einer Stärkung ihrer Portfolios im unteren und mittleren Preissegment. Vor allem Huawei, Samsung und Oppo hätten davon profitiert. Apple hingegen habe erneut einen zweistelligen Rückgang seiner Verkaufszahlen hinnehmen müssen.

Für Samsung ermittelten die Marktforscher 79 Millionen verkaufte Smartphone im dritten Quartal, wodurch der koreanische Marktführer seinen Anteil um 1,5 Prozentpunkte auf 20,4 Prozent aufbaute. Ein mehr als zweistelliges Wachstum bescherte Huawei sogar ein Plus von 3,6 Punkten. Mit 65,8 Millionen ausgelieferten Einheiten sicherte sich Huawei trotz des US-Embargos 17 Prozent des Markts.

Apples Anteil schrumpfte indes um 1,3 Punkte auf 10,5 Prozent. Die Verkäufe es iPhone-Herstellers gingen um fast fünf Millionen Einheiten auf 40,8 Millionen zurück, was einem Minus von 10,7 Prozent entspricht. Eine hohe Nachfrage nach der neuen iPhone-Generation sieht Gupta indes als ein mögliches Zeichen für Zuwächse im vierten Quartal.

Auch Xiaomi verpasste sein Ergebnis des Vorjahreszeitraums – wenn auch nur knapp. Trotzdem hielt es den Mitbewerber Oppo auf Abstand, der sich um magere 0,1 Punkte auf 8 Prozent verbesserte. Die größten Einbußen ermittelte Gartner erneut für die Kategorie andere. Ihr Anteil schrumpfte um 3,8 Punkte auf 35,8 Prozent.

Produktentwicklern rät Gartner, in Ermangelung technischer Innovationen, das Preis-Leistungs-Verhältnis weiter zu verbessern. Derzeit konzentriere sich der Wettbewerb auf smarte Funktionen. Die Integration von künstlicher Intelligenz werde vor allem für zunehmend personalisierte Nutzererlebnisse sowie Dienste, die auf den Vorlieben von Nutzer aufbauen, benötigt.

Bereits gestern hatte Canalys neue Daten zum Smartphonemarkt in Europa vorgelegt. Dort legte der Markt um acht Prozent zu. Gewinner waren vor allem Xiaomi und Samsung mit Zuwächsen von 73 beziehungsweise 26 Prozent. Huaweis Smartphoneabsatz stagnierte in Europa indes als Folge des US-Embargos. Apple verzeichnete zudem mit 4 Prozent ein deutlich geringeres Minus als weltweit.

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