Blokada v4 verfügbar: Systemweiter Schutz vor Tracking und Anzeigen

Der systemweite Ad- und Tracking-Blocker Blokada integriert in der neuesten Version einen kostenpflichtigen VPN-Server. Zudem bietet die App nun eine Historie über geblockte Adressen.

Blokada ist ein Tracking- und Ad-Blocker für Android. Das Tool verhindert anhand von Listen die Verbindung zu bekannten Ad- und Tracking sowie Malware-Servern. Die Schutzwirkung umfasst dabei nicht nur den Browser, sondern alle installierten Apps. Ausnahmen lassen sich über Whitelisten definieren. Dort kann man auch manuell Host-Adressen und Apps hinzufügen. Es ist außerdem möglich, Server-Adressen manuell auf eine Blacklist zu setzen.

Blokada v4: Startscreens (Screenshot: ZDNet.de)

In der neuen Version 4 bietet das Open-Source-Tool nicht nur eine vollständig neue Oberfläche, sondern integriert auch einen kostenpflichtigen VPN-Server (derzeit noch als Beta, 5 Euro pro Monat). Der Dienst wird von der schwedischen Firma Block AB bereitgestellt. Für den Schutz vor Werbung und Trackern muss dieser allerdings nicht genutzt werden. Er stellt vielmehr ein zusätzliches Feature von Blokada dar.

Die von vielen Anwendern gewünschte Historie über geblockte Tracker- und Ad-Server-Adressen ist in Version 4 nun Realität geworden. Damit können Nutzer exakt verfolgen, welche Adresssen Blokada im Laufe der Zeit blockiert hat. Bislang waren diese Informationen nur über den Benachrichtigungsverlauf und entsprechender Tools möglich. Zusätzlich zur Anzeige von geblockten Adressen innerhalb der App stehen nun auch zwei Widgets zur Verfügung, die über geblockte Adressen informieren.

Blokada v4: Feinjustierung über White- und Blacklists (Screenshot: ZDNet.de)

Da Blokada aus naheliegenden Gründen nicht im Google Play Store (dort gibt es nur eine Lite-Version, die nur den Wechsel von DNS-Servern erlaubt) verfügbar ist, muss die Installation des Tools durch den Nutzer erlaubt werden. Blokada ist wie erwähnt Open-Source und wird auf Github gehostet. Das Tool kann nahezu auf jedem Android-Smartphone installiert werden. Root-Rechte sind nicht erforderlich.

Die Vorgängerversion hat der Sicherheitsexperte Mike Kuketz untersucht und für gut befunden: „Im Gegensatz zu den »Pseudo-Security-Apps«, die im Google Play Store inflationär angeboten werden und den Nutzer in falscher Sicherheit wiegen, vollbringt Blokada das Kunststück, die Sicherheit und Privatsphäre tatsächlich wirksam zu schützen.“

Nutzer von Android 9 können alternativ auch die im Betriebssystem integrierte Funktione „Private DNS“ zum Blocken von Ad- und Tracking-Server und der Auswahl eines geeigneten DNS-Server nutzen.

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