Smartphonemarkt bricht in China um 21 Prozent ein

Es ist bereits das vierte Minus in Folge. Der Markt unterschreitet erstmals seit vier Jahren wieder die Marke von 100 Millionen Einheiten. Von den Top-Ten-Anbietern erzielen nur Huawei und Xiaomi ein Plus.

Der Smartphonemarkt in China ist im ersten Quartal um 21 Prozent geschrumpft. Insgesamt setzen Hersteller in dem Land 91 Millionen Geräte ab. Zuletzt hatte das erste Quartal 2014 die Marke von 100 Millionen Einheiten unterschritten. Laut Canalys ist es zudem inzwischen das vierte Minus in Folge.

Smartphonemarkt in China (Bild: Canalys)Der chinesische Smartphonemarkt ist erstmals seit 2014 wieder unter die Marke von 100 Millionen Einheiten gerutscht (Bild: Canalys).Rückläufige Absatzzahlen meldeten immerhin acht Top-Ten-Unternehmen in China. Nur Huawei und Xiaomi steigerten ihre Verkäufe. Darüber hinaus verstärkte sich die Konsolidierung des Markts. Die viert größten Anbieter Huawei, Oppo, Vivo und Xiaomi kontrollierten im ersten Quartal 73 Prozent des Markts. Vor einem Jahr kamen sie zusammen auf lediglich 58 Prozent.

Für die Konsolidierung macht Canalys zum einen die Sättigung des chinesischen Markts, zum anderen seine Größe verantwortlich. Ersteres habe dazu geführt, dass sich die Anbieter gegenseitig kopierten, was die Grenzen zwischen den Marken verwischt. Letzteres wiederum bedeute, dass nur große Anbieter in der Lage seien, den gesamten Markt zu bedienen.

Huawei inklusive seiner Tochter Honor verkaufte rund 21 Millionen Smartphones, zwei Prozent mehr als vor einem Jahr. Der Marktanteil des Unternehmens erhöhte sich auf 24 Prozent. Oppo und Vivo mussten indes deutliche Verluste hinnehmen. Oppo lieferte 18 Millionen Geräte aus, Vivo 15 Millionen Geräte. Beide Firmen verloren damit jeweils rund 10 Prozent.

Komplett gegen den Trend entwickelte sich Xiaomi. Mit 12 Millionen Smartphones steigerte das Unternehmen seinen Absatz um 37 Prozent und verdrängte damit Apple vom vierten Platz. Zudem verkürzte es den Abstand auf seine chinesischen Konkurrenten Oppo und Vivo deutlich.

Fast 90 Prozent seiner Verkäufe soll Xiaomi mit der Produktreiche Redmi beziehungsweise im Preisbereich unter 160 Dollar generieren. Xiaomi ist Canalys zufolge jedoch bemüht, das Image des Billiganbieters abzulegen. „Der Launch des Mi Mix 2S in Paris und des Mi 6X in Wuhan sind deutliche Versuche des Unternehmens, die Wahrnehmung der Marke bei Kunden zu ändern“, sagte Hattie He, Research Analyst bei Canalys. Vor allem in China müsse Xiaomi die Kunden ansprechen, die üblicherweise Geräte von Honor, Oppo oder Vivo kauften.

Im laufenden zweiten Quartal rechnet Canalys wieder mit einem Wachstum des chinesischen Markts. Dazu sollen auch neue Flaggschiff-Geräte von Huawei, Oppo und Vivo beitragen.

Schon Anfang der Woche hatte das Marktforschungsinstitut GfK Zahlen für den weltweiten Smartphonemarkt vorgelegt. Es betonte, dass steigende Durchschnittpreise für Smartphones den Herstellern trotz sinkender Verkaufszahlen ein deutliches Umsatzplus bescherten.

IDC und Gartner warten mit ihren Analysen in der Regel die Bilanzen der großen Anbieter ab. Apple wird am 2. Mai seine Bilanz für die Monate Januar bis März vorlegen. Im Mittelpunkt des Interesses werden wohl erneut die iPhone-Verkaufszahlen stehen, zumal es das erste vollständige Quartal für das im November 2017 gestartete iPhone X ist. Bloomberg hatte zuletzt berichtet, dass Apple wahrscheinlich nur 14 Millionen iPhone X absetzen konnte – frühere Prognosen lagen bei 29 Millionen Einheiten.

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