IDC: PC-Markt in der EMEA-Region wächst 1,2 Prozent im vierten Quartal

Insgesamt liefert die Branche 20,9 Millionen Einheiten aus. Wichtigster Wachstumsmotor ist das Enterprise-Segment mit einem Plus von 3,9 Prozent. In Deutschland schrumpft der PC-Markt jedoch um zwei Prozent.

IDC hat neue Zahlen für den PC-Markt in Europa, dem Mittleren Osten und Afrika vorgelegt. Im vierten Quartal 2017 lieferten Hersteller 20,9 Millionen Desktop-Computer, Notebooks und Workstations aus. Das entspricht einem Plus von 1,2 Prozent. Damit entwickelte sich die EMEA-Region positiver als der weltweite PC-Markt, der zwischen Oktober und Dezember um 2 Prozent schrumpfte.

Angetrieben wurde das Wachstum durch eine hohe Nachfrage (plus 3,9 Prozent) im Enterprise-Segment. Das Weihnachtsgeschäft und der Bereich Gaming führten jedoch auch zu steigenden Verkaufszahlen im Consumer-Segment. Während der Absatz von Desktop-PCs nur noch leicht um 0,8 Prozent schrumpfte, erhöhten sich die Notebook-Verkäufe in der gesamten Region um 2,1 Prozent – im Mittleren Osten und Afrika sogar um 12,1 Prozent.

PC-Verkaufszahlen in EMEA im vierten Quartal 2017 (Bild: IDC)PC-Verkaufszahlen in EMEA im vierten Quartal 2017 (Bild: IDC)In Westeuropa erholte sich der PC-Markt ebenfalls. Laut Malini Paul, Senior Research Analyst bei IDC, wurde das Ergebnis des Vorjahreszeitraums lediglich um 0,2 Prozent verpasst. Unternehmen setzten im Rahmen der digitalen Transformation stärker auf Mobilität, was zu einer steigenden Nachfrage nach Notebooks geführt habe. Ein höheres Sicherheitsbedürfnis sei ein weiterer Grund für Neuanschaffungen gewesen.

Trotzdem schrumpfte der Markt in Westeuropa um 1,5 Prozent, wobei die Notebook-Verkäufe stagnierten und der Absatz von Desktop-Computer um 5,1 Prozent nachgab. IDC ermittelte jedoch zum Teil große regionale Unterschiede. Der britische Markt entwickelte sich demnach besser als erwartet und erzielte ein Minus von 4 Prozent. In den Beneluxstaaten gab der Markt leicht nach (minus 0,6 Prozent) – in den Niederlanden wuchs er jedoch um 4,7 Prozent. Für den deutschen PC-Markt nannte IDC ein Minus von 2 Prozent im vierten Quartal.

HP verteidigte nicht nur seine Führungsposition in der EMEA-Region, es baute auch seinen Vorsprung vor Lenovo aus. Während das US-Unternehmen seinen Absatz um 11,3 Prozent erhöhte, verbesserte sich der chinesische Konkurrent lediglich um 1,9 Prozent. 5,9 Millionen Einheiten bedeuten für HP einen Marktanteil von 28,1 Prozent im Dezemberquartal. Lenovo kontrollierte 21,2 Prozent des Markts.

Auf den weiteren Plätzen folgen Dell und Asus, wobei letzteres 17,1 Prozent weniger Computer auslieferte als noch vor einem Jahr. Apple verbuchte ein Plus von 3,9 Prozent und droht, Asus vom vierten auf den fünften Platz zu verdrängen.

Laut IDC verschärfte sich im vierten Quartal aber auch die Konsolidierung des Markts. Inzwischen kommt fast jeder zweite in EMEA ausgelieferte PC von HP oder Lenovo. Zudem kontrollieren die fünf großen Anbieter inzwischen 77,7 Prozent des Markts, zwei Prozentpunkte mehr als vor einem Jahr.

Auch Gartner war kürzlich zu dem Ergebnis gekommen, dass der schwache PC-Markt den Verdrängungswettbewerb verschärft. Weltweit hatten die sechs größten Anbieter HP, Lenovo, Dell, Apple, Asus und Acer im Dezemberquartal einen Marktanteil von 80,4 Prozent (plus 1,8 Punkte).

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1 Kommentar zu IDC: PC-Markt in der EMEA-Region wächst 1,2 Prozent im vierten Quartal

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  • Am 23. Januar 2018 um 13:43 von Klaus der Pessimist

    Keine Sorge. Spectre und Meltdown werden die Kunden schon bald derart verunsichern, dass der uninformierte PC Nutzer sofort zum nächsten Computerladen läuft, und dem Verkäufer sagt: „Ich will was Neues ohne diese komischen Bug Monster haben.“

    Und der verkauft ihnen dann freudestrahlend neue PCs und Notebooks mit Intel Prozessor.

    Juheee.

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