Desktop-Virtualisierung: neue Chancen und Risiken

Abgesehen von diesen technischen Fragen sieht Nelzer die Gefahr, bei Projekten Enduser und den Betriebsrat zu vernachlässigen. Aber Vorteile gibt es natürlich auch: Wenn herkömmliche Rechner durch Thin Clients ersetzt werden, winkt ein deutlich geringerer Stromverbrauch. Außerdem hat die aktuelle Generation der Thin Clients nichts mehr mit den mageren und unansehnlichen Geräten von vor fünf oder sechs Jahren zu tun.

„Der Wyse Xenith ist für den Einsatz in Citrix-XenDesktop-Umgebungen optimiert und speziell auf das Citrix-High-Definition-User-Experience-Protokoll (HDX) zugeschnitten“, sagt Yvonne Vogel, Regional Sales Manager beim Thin-Client Hersteller Wyse. Der Zero Client ist laut Hersteller innerhalb weniger Sekunden in der virtualisierten Desktop-Umgebung angemeldet und betriebsbereit. Da der Xenith kein lokales Betriebssystem enthält, ist er nicht anfällig für Malware.

Auf der Software-Seite streiten sich derzeit vor allem VMware und Citrix um die Vorherrschaft. Daneben bieten auch Microsoft, Parallels seit kurzem Red Hat und einige weitere Firmen Lösungen an. Aber die sind bisher erst wenig verbreitet oder auf eine Nische ausgerichtet.

„Fünf Schritte bis zur Virtualisierung“

„Bei VMware View 4 sind es nur fünf Schritte bis zur Implementierung, andere Anbieter benötigen dafür bis zu 15“ streicht VMware-Vertreter Nelzer die Vorzüge des eigenen Systems heraus. VMware View kapselt das Betriebssystem, die Anwendungen und die Anwenderdaten in isolierte Schichten, um ein besseres Desktop-Management und je nach Bedarf dynamische Zusammenstellungen zu ermöglichen.

Auf diese Weise erhalten Anwender eine personalisierte Ansicht ihres Desktops. Über VMware View können sie mit unterschiedlichen virtuellen Clients ohne Leistungsbeeinträchtigung auf ihre virtuellen Desktops zugreifen. Außerdem lassen sich Rich-Media-Inhalte wiedergeben, unterschiedliche Monitorkonfigurationen auswählen und lokal angeschlossene Peripheriegeräte wie Drucker, Scanner oder Massenspeicher nutzen.

„Citrix lebt Desktop Virtualisierung“

„Citrix lebt die Desktop Virtualisierung“, betont dagegen Soermer. Vor allem in der sehr engen Zusammenarbeit mit Microsoft, die in der V-Alliance noch weiter gefestigt wurde, sieht er einen Pluspunkt: „Wir erhalten die Informationen direkt aus Redmond und müssen sie nicht per Reverse Engineering mühsam herausfinden.“

Citrix XenDesktop 4 enthält die Citrix FlexCast- und HDX-Technologien, die es ermöglichen, Multimedia, insbesondere Flash, auf virtuellen Desktops abzuspielen (HDX) beziehungsweise unterschiedliche Desktoptypen wie gehostete Shared Desktops, VM-basierte VDI-Desktops, gehostete Blade-PC-Desktops, gestreamte lokale Desktops und lokale VM-basierte Desktops zu adressieren (Flexcast).

Themenseiten: Citrix, Desktop, IT-Business, Microsoft, Technologien, VMware, Virtualisation, Virtualisierung

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