Gerangel um Garantiedauer für Drucker

Samsung hat die Garantiedauer reduziert, Oki handhabt die Registrierungspflicht nach dem Kauf strenger. Diese Maßnahmen lassen die Diskussion um Serviceleistungen rund um Drucker wieder aufleben. ZDNet zeigt, welche Politik wichtige Hersteller verfolgen.

Garantie ist eine schöne Sache: Kann der Käufer doch erstens davon ausgehen, dass der Hersteller seinem Produkt zutraut, mindestens die Garantiezeit zu überstehen, und zweitens im Falle eines Problems, das nicht sein Problem ist. Soweit zumindest die Theorie. In der Praxis sieht das oft anders aus – da versuchen sich Hersteller schon mal aus der Verantwortung zu stehlen. In irgendeinem Produktbereich hat diese Erfahrung fast jeder schon gemacht.

Umso angenehmer ist es, wenn die Bedingungen und Voraussetzungen für die Inanspruchnahme einer Garantie so eindeutig und übersichtlich wie möglich formuliert sind. Auch das ist jedoch meist nicht mehr als ein frommer Wunsch. Für Firmen wäre dies jedoch noch viel wichtiger als für Privatpersonen: Ihnen wächst die Verwaltung der einzelnen Garantiezeiten und -bedingungen sonst schnell über den Kopf – zumal dies nichts ist, was man wirklich gerne tut oder was dem Unternehmen hilft, im Wettbewerb die Nase vorne zu haben.

Ein heikles Thema ist „Garantie“ im Druckermarkt schon länger: Haben die Hersteller doch damit zu kämpfen, dass eine Vielzahl der kompatiblen Patronen den immer anspruchsvolleren Geräten nicht mehr gerecht wird: Sie beklagen sich daher, dass vor allem bei Privatanwendern ein großer Teil der Reklamationen auf das aus ihrer Sicht „falsche“ Verbrauchsmaterial zurückzuführen ist.

Bei Firmen fällt dieser Punkt weitaus weniger ins Gewicht. Sie wünschen sich, zumindest bei den Geräten im unteren und mittleren Segment, am liebsten von Haus aus Garantiezeiten, die den Abschreibungszyklus abdecken – in der Regel also drei Jahre. Dahin schien der Trend bis vor kurzem auch zu gehen. Für Verwirrung sorgte jedoch Samsungs Schritt Anfang des Monats, die Garantie für Business-Geräte von drei Jahren auf zwölf Monate zu verkürzen. Im Gegenzug will das Unternehmen künftig optionale Garantieerweiterungen für bis zu fünf Jahre anbieten. Für Consumer-Geräte ändert sich aber nichts, für sie gewährt Samsung nach wie vor zwei Jahre Garantie.

Themenseiten: Brother, Drucker, HP, IT-Business, Kyocera, Lexmark, Mittelstand, Oki, Samsung, Strategien

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Neueste Kommentare 

6 Kommentare zu Gerangel um Garantiedauer für Drucker

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  • Am 7. Dezember 2009 um 12:44 von Oliver

    3 Jahre Garantie für monochrome Laserdrucker?
    In dem Artikel steht, dass HP auf Nachfrage mitgeteilt hat, dass es auf alle monochromen Laserdrucker bis zur 2000er-Serie 3 Jahre Garantie gibt. Bei einem vor ca. 14 Monaten gekauften HP LaserJet P2015n trifft dies jedoch lt. der Hotline von HP nicht zu. Die sagten mir, wir hätten nur 12 Monate Garantie. Was ist nun korrekt?

    • Am 28. Dezember 2017 um 21:18 von Tommi

      bis zur 2000er könnte auch heissen….1900,1920, 1980, 2000

      alles was über 2000 dann eben nicht, und 2015 ist ja höher als 2000

  • Am 15. April 2009 um 11:03 von PeMü

    auf Office Jet Pro Produkte*
    auf Office Jet Pro Produkte*
    Ihre Kunden haben die Möglichkeit von erweiterten Garantielaufzeiten für OffeJet Pro Produkte bestimmter Serien zu profitieren…
    -3 Jahre Garantie plus 24h-vor-Ort-Service für die OJ Pro Serien K5400, L7000 und K8600
    -Und 3 Jahre Garantie für die neuen OJ Pro Serien 8000 und 8500

    *durch Online-Registrierung (www.hp.com/de/mybusiness) innerhalb von 30 Tagen nach Kauf. Details zu den Teinahmebedingungen entnehmen Sie bitte ebenfalls dieser Webseite (www.hp.com/de/mybusiness.

    • Am 9. April 2009 um 14:17 von Peter Marwan

      AW: Bei HP auch 3 Jahre
      Besten Dank für den Hinweis, ganz klar ist das Angebot aber nicht. Werfen Sie mal einen Blick in die „besonderen Angebotsbestimmungen“ (http://h41201.www4.hp.com/rebate/hp_pages/930/terms570.asp?countryid=1&languageid=1&programid=561). Diese beziehen sich ausdrücklich auf „HP LaserJet 1020 oder ein Modell der HP LaserJet 1022-Serie“, wobei diese aber beide nicht mehr angeboten werden, siehe hier: http://h10010.www1.hp.com/wwpc/de/de/ho/WF10a/18972-18972-3328059-3328066-3328066-439424.html?jumpid=reg_R1002_DEDE und hier: http://h10010.www1.hp.com/wwpc/de/de/ho/WF10a/18972-18972-3328059-3328066-3328066-439423.html?jumpid=reg_R1002_DEDE . Zumindest für die Serien Officejet Pro L7000, Officejet Pro 8000, Officejet Pro 8500 All-in-One sowie die Modelle Officejet Pro K5400, Officejet Pro K8600 und Officejet Pro K8600dn scheint die Garantieverlängerung aber tatsächlich zu gelten. Wir hätten die Garantiestrategie von HP auch gerne übersichtlicher dargestellt, haben aber auf die Anfrage bei dem Hersteller in dem gesetzten Zeitraum kein Feedback bekommen.
      Die Redaktion

      • Am 14. April 2009 um 9:06 von Mehlus

        AW: AW: Bei HP auch 3 Jahre
        Ich kann auch nich verstehen, warum HP diese Seite "versteckt" hält. Eine Zeit lang hat HP mit der 3 jährigen Garantie aktiv geworben. Daher kenne ich diese Seite. Für mich waren/sind 3 Jahre Garantie oftmals kaufentscheidend, wenn andere Werte wie Geschwindigkeit, Druckkosten etc. auf gleichem Niveau liegen.
        Ich finde Brother hat das schon sehr gut gelöst. Da stört auch die Registrierung nicht, da man sich nur einmal registrieren muss und später komfortabel weitere Geräte über ein Web-Login hinzufügen kann. Man hat somit auch alle registrierten Geräte mit Angabe des Enddatums der Garantie auf einen Blick. Bei HP ist für jedes Gerät eine vollständige Registrierung notwendig.
        Oki macht es meines Wissens ähnlich wie Brother.

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