Breitband leicht gemacht

Hierzu kann das Internet Connection Sharing (ICS) von Microsoft auf dem PC mit Breitband-Anschluss ausgeführt werden. Auf diese Weise übersetzt der PC den Traffic von und zu den IP-Adressen der anderen Computer im Netzwerk. Videokonferenzen oder Intrusion Detection sind damit zwar nicht möglich, doch dafür ist die Anwendung kostenlos – ab Windows XP ist sie sogar mit einer Firewall ausgestattet. Der Nachteil hierbei ist, dass der betreffende PC ständig eingeschaltet sein muss, wobei im Falle eines Absturzes alle anderen Rechner im Netzwerk vom Internet abgeschnitten sind. Eine Alternative hierzu ist ein mit dem Breitband-Anschluss verbundener Router/Hub, der u.a. die Adress-Übersetzung und Firewall-Sicherung übernimmt. Diese Lösungen sind zuverlässiger, preisgünstiger und stromsparender als ein PC.

Kann man mit einer Breitband-Verbindung Voice-over-IP verwenden oder über das Internet telefonieren?

Ja, allerdings steigen mit zunehmender Integration in ein Telefon-System auch die Kosten. Viele Instant Messenger-Clients bieten mittlerweile Voice-Übertragungen, so z.B. Yahoo! IM, Microsoft Messenger und ICQ. Diese Lösung kann für die Voice-Kommunikation zwischen einzelnen Büros eingesetzt werden. Alternativ dazu können über eine Breitband-Verbindung auch Dritte angerufen werden, beispielsweise Callserve, was bei internationalen Gesprächen kostengünstiger sein kann. Allerdings können keine Anrufe entgegengenommen werden. Unternehmen wie net2phone bieten Telefonapparate an, die in den Router eingesteckt werden und über die Breitband-Verbindung deren Telefonie-Server nutzen.

Liegt ein System-Angriff vor, wenn die Firewall laufend Port-Scans über die Breitband-Verbindung meldet?

Wahrscheinlich nicht. Viele Teenager in der ganzen Welt spielen gerne mit Port-Scanning-Software herum, so dass eine solche Überprüfung nichts Ungewöhnliches ist. Wenn eine Adresse häufig in den Log-Dateien vorkommt, kann man diese zurückverfolgen (Ausführung von tracert über die Windows-Befehlszeile) und bei dem entsprechenden ISP Beschwerde einlegen. Allerdings scannen viele ISPs inzwischen selbst die Ports ihrer Kunden, um offene Mail-Relais und andere Sicherheitslücken des Netzwerks zu finden. Man muss sich also mit häufigem Port-Scanning abfinden.

Wie schwierig ist es, ein VPN über eine Breitband-Verbindung zu betreiben?

Wenn zwei Büros einen Breitband-Zugang besitzen und in dasselbe LAN integriert werden sollen, kann man dies problemlos über ein VPN bewerkstelligen. Windows bietet hierfür die erforderliche Software, allerdings muss der mit dem Breitband-Anschluss verbundene Router/Gateway entweder VPN Passthrough (d.h. der Router lässt den VPN-Traffic einfach passieren) oder aber echte VPN-Dienste (d.h. der Router selbst verwaltet die Verbindung) unterstützen. Die letzte Möglichkeit eignet sich eher für Konfigurationen, in denen sämtliche PCs eines Netzwerks auf ein anderes Netzwerk zugreifen müssen, wogegen VPN Passthrough die richtige Lösung darstellt, wenn nur ein PC eine solche Verbindung benötigt.

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