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ZVEI: Deutscher Halbleitermarkt wächst 2010 um 13 Prozent

Markus Pytlik
|
10.03.10, 13:33 Uhr
Die Einnahmen steigen voraussichtlich auf 7,9 Milliarden Euro. Angetrieben wird das Wachstum durch eine hohe Nachfrage nach Opto-Halbleitern. Der weltweite Branchenumsatz soll 2010 um 18 Prozent auf 267 Milliarden Dollar zulegen.

ZVEI Logo

Nach Schätzungen des Zentralverbands Elektrotechnik- und Elektronikindustrie (ZVEI) wird der deutsche Halbleitermarkt im laufenden Jahr um 13 Prozent wachsen. Der Branchenumsatz steige voraussichtlich auf rund 7,9 Milliarden Euro, sagte Ulrich Schaefer, Vorsitzender der Fachgruppe Halbleiterbauelemente im ZVEI-Fachverband Electronic Components and Systems.

Getrieben werde das Wachstum vor allem durch einen Umsatzanstieg in Höhe von 15 Prozent in den Bereichen diskrete Bauelemente und Opto-Halbleiter, so Schaefer. 2009 hatten diese Segmente noch ein Minus von 18,5 Prozent auf 1,7 Milliarden Euro verbucht. Der gesamte deutsche Halbleitermarkt brach im vergangenen Jahr um 24,6 Prozent auf knapp 7 Milliarden Euro ein.

Weltweit verzeichnete die Branche im Geschäftsjahr 2009 einen Umsatzrückgang um 9 Prozent auf 226 Milliarden Dollar. Für 2010 erwartet Schaefer ein Wachstum um 18 Prozent auf rund 267 Milliarden Dollar. Das Marktforschungsunternehmen Gartner geht im Vergleich zum Vorjahr von einer Steigerung um 19,9 Prozent auf 276 Milliarden Dollar aus.

Die regionale Verteilung der Marktanteile bleibt dem Branchenverband zufolge nahezu unverändert. "Es wird jedoch deutlich, dass der Aufschwung in den verschiedenen Regionen nicht zum selben Zeitpunkt begonnen hat", sagte Schaefer. Der Aufwärtstrend sei zuerst in Amerika zu spüren, wo auch die Krise begonnen habe, als nächstes folge Asien und zuletzt Europa und Japan.

Als Grund für die langsamere Regeneration des deutschen Markts nennt Schaefer die Abhängigkeit von der Automobilindustrie. Wegen der Wirtschaftskrise sei der Umsatz 2009 im Bereich Automobilelektronik um 31 Prozent zurückgegangen. "Die Ursache hierfür ist wie auch schon im Vorjahr die weltweit stark gesunkene Nachfrage nach Neufahrzeugen."

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