Studie: "Killerspiele" nicht für Amokläufe verantwortlich
Die Amokläufe von Littleton im Jahr 1999 und am Gutenberg-Gymnasium in Erfurt 2002 seien Folgen des jahrelangen Konsums von sogenannten "Killerspielen" gewesen, so die weitläufige Meinung. In der Wissenschaft ist diese Annahme jedoch umstritten, da seit Beginn der Medienwirkungsforschung noch kein kausaler Zusammenhang zwischen dem Verhalten und dem Konsum von medialen Inhalten nachgewiesen werden konnte. Neue Forschungsergebnisse der Freien Universität Berlin haben nun gezeigt, dass sich Kinder ihre Videospiele nach ihrem individuellen Verhaltensmuster aussuchen.
Im Zuge der Studie wurden über 270 Pflichtschulkinder im Alter von acht bis 13 Jahren im Abstand von einem Jahr zweimal zu dem Thema Computerspiele befragt. Darüber hinaus wurden die einzelnen Schüler von ihren Klassenkammeraden und Lehrern auf ihre Aggressivität hin bewertet. "Wir haben festgestellt, dass gewalttätige Computerspiele die Kinder nicht aggressiver machen, sondern dass aggressive Kinder zu gewalttätigen Computerspielen tendieren", erklärt Caroline Oppl, eine der beiden Leiterinnen der Studie. Jungs mit einem aggressiven Verhalten tendierten eher zu Gewaltspielen. Mädchen mit "relational aggressivem Verhalten", die tendenziell mehr lügen und intrigieren, gaben eher Rollenspiele als Lieblingsspiele an.
Nicht berücksichtigt wurde das soziale Umfeld der Kinder. "Uns war es verboten, die Kinder nach ihrem familiären und sozialen Umfeld zu befragen", führte Oppl aus. Die Kinder wurden jedoch nach ihren Wohnbezirken in Berlin pauschal eingeteilt. "Es haben sich aber keine Unterschiede zwischen den sozialen Milieus gezeigt", erklärt Oppl.
Gewalttätige Computerspiele wurden nur von wenigen Kindern als Lieblingsspiele angegeben. Allerdings waren viele der Computerspiele erst ab 16 oder 18 Jahren freigegeben. Nur ein geringer Teil der Kinder beschäftigt sich demnach mit Spielen, die von der Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (UKS) ihrem Alter entsprechend freigeben sind.
Zu den "Egoshootern" zählten die Experten Spiele wie "Moorhuhn", das ab sechs Jahren freigeben ist, aber auch "Doom". Mehrheitlich als Lieblingsspiele wurden vor allem Rollen-, Lern- und so genannte Jump-and-Run-Spiele angegeben, die vor allem Geschicklichkeit oder Rätsellust erfordern.
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- es vor dem Ego-Shooter Boom deratige Massaker nicht gab,
- die Kid's ja irgendwie auf den Geschmack gekommen sein müßen, wo sonst könnten sie dies simulieren und gefallen daran finden? In den Tagesthemen jedenfalls nicht.
Wer es selbst testen möchte, möge bitte 3 Stunden lang "Need 4 Speed" oder "GT" spielen, sich dann ins Auto setzen und schauen, wie er plötzlich agressiver fährt als sonst (habe es selbst versucht!)
Wenn jetzt einer sagt, das ist Blödsinn ist er schon selber in der Gewaltspirale und wird eines Tages die Konsequenzen zu tragen haben. In einem solchen Fall kann ich kein Mitleid empfinden und hoffe, dass das Gesetz mit voller Härte zuschlägt.
als ob es vor solchen computerspielen nicht auch schon gewalttaten, massaker, amokläufe etc gab. nur heute macht das durch die medien wesentlich schneller die runde.
fast jeder in meinem bekanntenkreis spielt seit jahren solche spiele, und nicht einer von denen kann als gewaltbereit eingeordnet werden. keiner dabei, der irgendwie in irgendeiner art hass auf die gesellschaft oder sonst wen hegt. sie spielen einfach nur ein spiel. im gegensatz zu solchen schwachmaten wie dir erkennen die sehrwohl den unterschied zwischen einem computerspiel und der realität.
Wohl ein kleiner D...K...
Hats denn wenigstens bis zur 8. Klasse gereicht???
egal was du in die welt hinauspupst, es interessiert kein schwein.
dich steck' ich zehnmal in die tasche.
du musst halt zwischen "nicht wollen" und "nicht können" unterscheiden.
("Jeder hat ein Recht auf 15min Ruhm...")
Ich kann es trotzdem nicht verstehen, selbst das Nachvollziehen fällt mir sehr schwer.
Aber 'die Killerspiele' (was/welche sind das? in der 'Szene' existiert diese Bezeichnung nicht. Und die Idee, Moohrhuhn als EgoShooter zu kategorisieren, ist objektiv nicht von der Hand zu weisen) dürften wenn überhaupt ein kausaler Zusammenhang besteht eher in dem Sinne ins Spiel kommen, das potentielle Gewaltbereite eher einen Hang zu brutalen EgoShootern haben dürften als der große Rest, der diese trotzdem spielt!
Und genau das kam (wie erwartet) bei der Studie raus. Aber es ist EINE Studie, und nicht grad eine große oder sehr tiefschürfende (wo ist übrigens der link auf den Text ??? Ich 'glaube' nur, was ich im Original gelesen habe, grade (nicht nur) die Journaille versteht sich gut darauf, durch Kürzung und Vereinfachung den Inhalt (versehentlich/unwissentlich?) auf den Kopf zu stellen).
'Früher' wurde für solche Exzesse übermäßiger Fernsehkonsum, Horrorvideos usw. verantwortlich gemacht, noch davor... (das gäbe jetzt Ärger, und zu Recht. Wer denken kann, weiß was ich meine, und warum ich es für richtig halte, es hier in diesem Kontext nicht 'beim Namen' zu nennen).
Alle diese Behauptungen konnten niemals auch nur glaubhaft, geschweige denn bewiesen werden!
so long
Wer es nicht glaubt, der teste es selber...
@Lutz: Dir kann ich nur sagen, Du siehst nur mit einem Auge, und das ist auch noch halb blind. Amokläufe gibt es erst seit den "Killerspielen"?? Ich lach mich tot! Mach Dir doch EINMAL die kleine Mühe und schau in den Nachrichtenarchiven nach. Also ich bin gerade spontan fündig geworden, hier ein kleiner Auszug:
18. Juli 1984: In einem Schnellrestaurant in San Ysidro in Kalifornien erschießt ein arbeitsloser Sicherheitsbeamter 21 Menschen. Ein Scharfschütze der Polizei tötet ihn. (Anm. von mir: zu dieser Zeit entdeckt die Welt gerade, dass man auf einem Computer kleine bunte Punkte in Bewegung setzen kann, "Pac Man" wird geboren...)
20. August 1986: Ein Postbeamter erschießt in einem Postamt in Edmond im US-Staat Oklahoma 14 Personen. Der 44-Jährige sollte entlassen werden. Der Täter begeht Selbstmord. (jetzt ist der C64 ein Riesen-Renner, kleine bunte Männchen hüpfen durch schöne bunte Welten, immer noch kein Killerspiel in Sicht)
6. Dezember 1989: Ein Mann erschießt 14 Studentinnen der Technischen Universität in Montreal. Er macht Frauen für sein Scheitern im Leben verantwortlich. (der Commodore Amiga schickt sich an, die Welt zu erobern, Ego-shooter in 3-D kann er jedoch auch noch nicht)
16. Oktober 1991: Ein Mann rast mit seinem Lieferwagen durch die Scheibe einer Cafeteria in Killeen in Texas und eröffnet das Feuer. 23 Menschen werden getötet. Bevor die Polizei eintrifft, bringt der Amokläufer sich mit seiner letzten Kugel selbst um. (jetzt wird´s langsam spannend, die ersten "echten" PC´s kommen auf und können langsam mehr als ein Amiga...)
10. März 1995: Im österreichischen Linz erschießt ein 64-jähriger Rentner im Gericht fünf Menschen und tötet sich anschließend selbst.
24. September 1995: Ein 16-Jähriger bringt bei einem Amoklauf in Toulon (Südfrankreich) elf Menschen um, darunter auch seine Eltern und seinen Bruder. (Hah! Da haben wir es! Ungefähr zu der Zeit ist "Doom" für den PC herausgekommen, der erste klassische 3-D Shooter. Der Junge hat davon bestimmt mal ein Bild gesehen und ist dann spontan zum Killer geworden!!!)
13. März 1996: Ein 43-jähriger Mann erschießt in der Turnhalle der Grundschule im schottischen Dunblane 16 Erstklässler und deren Lehrerin. Zwölf weitere Schüler und zwei Lehrer werden verletzt. Der Todesschütze begeht nach der Tat Selbstmord. (siehe letzten Kommentar, auch der hatte BESTIMMT von Doom gehört...).
Also - noch IRGENDWELCHE Fragen?
Hast du mal ein Ego Shooter intensiv gespielt?
Dann wirst du merken das sowas in keinster weiße Amokläufe fördert oder beeinflusst.
Eher Moobing, Perspektivlosigkeit und Unterdrückung solcher "Kinder" führt zu Amokläufen, da diese bei einem Amoklauf eher an ihre uneingeschränkte Freiheit denken alles tun zu können was sie wollen und ihre angestaute Wut rauszulassen.
Wenn das stimmen würde das Killerspiele Gewalt und Amokläufe fördern dann müsste die 3/4 der Erdbevölkerung ja förmlich strozen vor Potenz zum tendenzielen Leute abballern bei soviel Krieg und Gewalt die manche Menschen Tag für Tag im wahren Leben bekommen.
Wobei das ja sicherlich nur ein minimaler einflussfaktor ist im vergleich zu Killerspielen.
deinen nächsten punkt beantwortest du selbst! rennspiele machen aggressiv! extrem, das ist wirklich übel, du hast vollkommen recht! allerdings machen die auch sehr viel spaß. im gegensatz dazu, die killerspiele, da kann ich mich abreagieren. ich wurde da noch nie aggressiv.
Also: wer nicht gewaltbereit ist, und tatsächlich nur zum Spaß spielt, der kann auch kein Killer werden. Auch wenn ich gerne Auto fahre, werde ich kein Formel 1 Pilot werden. In diesem Fall gebe ich der Studie Recht: Egoshooter sind nicht der Grund für gewaltbereite Kinder, sondern das soziale Umfeld, Erziehung und fehlende Liebe.
Aber mal ehrlich... wenn jemand sowas noch nie selber gespielt hat und sieht dann sowas wie z.b. hier www.youtube.com/... ist es doch ganz klar, dass die Leute, die sowas spielen sofort als amoklaufende Psychokrüppel abgestempelt werden!
Zuvor haben sich die Medien an die Selbstverpflichtung gehalten. Ein Thema ist in der Öffentlichkeit immer nur ein Thema, wenn es von den Medien stark aufgebauscht wird.