Webserver von Amnesty International kompromittiert

Barracuda Labs geht von einem gezielten Spionageversuch aus. Der kompromittierte Server verweist mindestens seit 16. Dezember auf bösartigen Java-Code. Nur die britische Website der Menschenrechtsorganisation ist betroffen.

Sicherheitsforscher von Barracuda Labs haben eine kriminelle Kampagne entdeckt, die die britische Website von Amnesty International nutzt. Über den Server, den viele Anwender für sicher halten, wird ohne Einwilligung eine Malware auf ihrem System installiert.

Logo Amnesty International

Die Daten von Barracuda lassen darauf schließen, dass der Server von Amnesty am Freitag, den 16. Dezember, oder davor kompromittiert wurde. Die Malware selbst liegt aber nicht auf dem Server der Menschenrechtsorganisation. Vielmehr verweist er auf ein bösartiges Script bei 3max[.]com.

Die Schadsoftware nutzt die Sicherheitslücke CVE-2011-3544 in der Java-Laufzeitumgebung. Von ihr sind Oracle Java SE JDK und JRE 7 oder 6 Update 27 sowie frühere Versionen betroffen.

Die Forscher haben Amnesty auf die Sicherheitslücke hingewiesen. Die Erkennungsrate für das Problem bezeichnen sie als niedrig. Sie spekulieren, dass es sich um einen gezielten Anschlag auf Menschenrechtsaktivisten handelt. Er komme von einem „autoritären Regime“.

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Dancho Danchev, Florian Kalenda
Autor: Dancho Danchev, Florian Kalenda
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