Angeblicher LulzSec-Anführer in Großbritannien verhaftet

Die Polizei spricht nur von einem 19-Jährigen, der wegen DDos-Angriffen verdächtigt wird. Den Bezug zu LulzSec scheint der Sender Sky News hergestellt zu haben. Die Hackergruppe griff am Morgen eine britische Behörde an.

Logo von LulzSec

Die Londoner Metropolitan Police hat einen 19-Jährigen verhaftet, den sie wegen Datendiebstahls und Distributed-Denial-of-Service-Attacken (DDoS) verdächtigt. Der Sender Sky News berichtet, es handle sich um den Kopf der Hackergruppe LulzSec, die in letzter Zeit zahlreiche virtuelle Überfälle auf bekannte Firmen und Organisationen verübt hatte.

Der Metropolitan Police zufolge war die Verhaftung Teil einer „geplanten, vom Geheimdienst angeführten Operation“. Man habe mit dem amerikanischen Federal Bureau of Investigation (FBI) zusammengearbeitet. Der Verdächtige sitze jetzt auf einer Londoner Polizeiwache in Untersuchungshaft.

Eine „bedeutende Menge an Material“ sei außerdem gesichert worden, als man die Wohnung des Mannes in Wickford (Grafschaft Essex) durchsucht habe, teilte die Polizei noch mit. Eine Zugehörigkeit des Verdächtigen zu LulzSec wollte sie nicht bestätigen.

LulzSec hat bisher unter anderem den US-Senat, die CIA, das britische Gesundheitssystem und eine Partnerfirma des FBI gehackt, dazu diverse Firmen aus den Bereichen Spiele und Unterhaltung. Am Wochenende schloss sie sich mit der ähnlich bekannten Gruppe Anonymous für ein Programm namens AntiSec (ausgeschrieben Anti-Security) zusammen.

Erstes Ziel von AntiSec scheint indessen die britische Serious Organised Crime Agency (SOCA) gewesen zu sein, die aber wohl nur kurzzeitig ausgefallen ist. Die Untersuchung läuft noch.

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