Symantec warnt vor falschen Festplattentools

Ihre Verbreitung hat zuletzt deutlich zugenommen. Sie tarnen sich als Festplattenscanner und Defragmentierungsprogramme. Angeblich gefundene ernste Fehler beseitigen die Tools erst nach Zahlung einer Aktivierungsgebühr.

Symantec hat vor einer Zunahme falscher Festplattentools gewarnt. Ähnlich wie sogenannte Scareware finden die Anwendungen vermeintliche Fehler auf einem PC, für deren Beseitigung eine Aktivierungsgebühr verlangt wird.

Bei den Tools handelt es sich um Festplattenscanner und Programme zur Defragmentierung. Layout und Benutzeroberfläche sind an legitime Anwendungen angelehnt, um Nutzer zu überlisten.

„Was als Rinnsal begann, hat sich zu einem konstanten Strom entwickelt“, schreibt Hon Lau, Sicherheitsforscher bei Symantec, in einem Blogeintrag. Fast täglich erschienen neue Varianten von falschen Festplattentools unter Bezeichnungen wie „Ultra Defragger“, „Smart Defragmenter“, „HDD Defragmenter“, „System Defragmenter“, „Disk Defragmenter“, „Check Disk“ oder „Scan Disk“.

Die falschen Anwendungen führen laut Symantec unmittelbar nach der Installation einen Scan aus, bei dem sie angeblich nach Problem suchen. „Nach dem Scan erscheint ein Bericht mit zahlreichen Fehlern und Warnungen. Der Nutzer soll die Defragmentierung starten, wodurch der Rechner in einen angeblichen ‚Safe Mode‘ versetzt wird“, so Hon Lau weiter. Die falsche Software behebe zwar einige vermeintliche Probleme, es blieben aber ernste Fehler übrig, die nur nach einer kostenpflichtigen Aktivierung beseitigt werden könnten.

Google hatte im April eine Studie über Scareware veröffentlicht. Bei der Analyse von 240 Millionen Websites fand der Suchanbieter auf 15 Prozent aller schädlichen Domains falsche Antivirenlösungen. Sie seien für die Hälfte der Malware verantwortlich, die über Werbung verbreitet werde.

Symantec hat vor einer Zunahme falscher Festplattentools gewarnt (Bild: Symantec).
Symantec hat vor einer Zunahme falscher Festplattentools gewarnt (Bild: Symantec).

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1 Kommentar zu Symantec warnt vor falschen Festplattentools

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  • Am 14. Dezember 2010 um 9:29 von kepawo

    Symantec warnt vor festplattentools
    … und wer warnt den ahnungslosen User vor Symantec? Schon bei der Installation der Security-Software MUSS der User eine Registrierung durchführen und MUSS seine Daten preisgeben – und damit nicht genug: die Daten werden auch noch in den USA gespeichert und dort nach US-amerikanischem Recht behandelt, d. h. kein Datenschutz nach unseren Masstäben.

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