Europäisches HPC-Grid soll bis 2019 Exaflops-Leistung schaffen

Die beteiligten Länder sind Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien. Jedes trägt 100 Millionen Euro zu der Initiative bei. 70 Millionen Euro kommen von der EU. Die Nutzung bleibt Wissenschaftlern vorbehalten.

Die Partnership for Advanced Computing in Europe (Prace) wird ein High-Performance-Computing-Grid mit bis zu sechs „Tier 0“-Rechnern aus mehreren EU-Mitgliedsländern schaffen. Das Projekt ist gestern offiziell in Barcelona gestartet. Die Finanzierung teilen sich die EU und die Länder, in denen die Supercomputer stehen. Nutznießer sind Forschung und Wissenschaft.

Prace zielt auf eine Leistung im Exaflops-Bereich ab, die 2019 erreicht werden soll. Das bedeutet eine Trillion Operationen pro Sekunde. Exaflops-Computing ist derzeit das Ziel mehrerer Forschungsprojekte, unter anderem des Forschungszentrums Jülich zusammen mit IBM. Jülich ist mit seinem Supercomputer IBM Blue Gene/P (Jugene), dem schnellsten in Europa, übrigens auch an dem EU-Projekt beteiligt. Das wohl größte Problem beim Exascale-Computing ist die Koordination der Hardware durch die Software, daneben aber auch die Energieeffizienz.

EU-Kommissarin Neelie Kroes begrüßte die Initiative mit der Begründung, Exascale-Computing könne „die großen Herausforderungen unserer Zeit wie Klimawandel, Energiesparen und den Anstieg des Durchschnittsalters in der Bevölkerung“ angehen. In einer Mitteilung der EU ist von etwas prosaischeren Berechnungen die Rede, etwa der Proteinfaltung und des Blutkreislaufs bei Herzerkrankungen.

Die Kommission wird zu dem Projekt maximal 70 Millionen Euro beisteuern. Die beteiligten Länder sind Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien. Jedes investiert noch einmal 100 Millionen Euro.


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