Conficker legt Polizeinetz in Manchester lahm

Ein Zugriff auf den Zentralrechner ist seit Freitag nicht mehr möglich. Die Beamten dürfen nun keine USB-Sticks mehr mitbringen. Im Juni 2009 war schon das Netz der Stadtverwaltung von Manchester mit Conficker infiziert worden.

Wurmbefall

Der Wurm Conficker hat das Polizei-Netzwerk der englischen Stadt Manchester befallen. Um eine Ausbreitung zu vermeiden, mussten sämtliche Rechner nach der Entdeckung am Freitagabend von der Außenwelt abgetrennt werden. Somit besteht kein Zugang mehr zum Zentralrechner Police National Computer (PNC) oder anderen Informationssystemen. In einer Pressemitteilung von heute heißt es, die Systeme seien nach wie vor infiziert.

Conficker nutzt ungepatchte Löcher in Windows. Die Verbreitung erfolgt durch Netzwerk-Angriffe auf schwache Passwörter und über infizierte USB-Geräte. Die Greater Manchester Police (GMP) ermittelt noch, wie der Wurm ins System gelangen konnte. Einstweilen wurden die Mitarbeiter darauf hingewiesen, dass sie keine USB-Sticks verwenden sollten.

Conficker, auch bekannt als Downadup und Kido, hat in den 16 Monaten seit seiner Entdeckung einige spektakuläre Infektionen ausgelöst. Eine davon trat ebenfalls in Manchester auf: Im Juli vergangenen Jahres steckte sich das Parkticket-System der Stadt mit dem Wurm an, was Folgen für die gesamte Stadtverwaltung hatte. Die Entfernung des Wurms kostete die Stadt 1,75 Millionen Euro.

Auch das britische Verteidigungsministerium hatte schon mit Conficker zu kämpfen.

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