Bitdefender: Exploit „PDF-JS“ war im Dezember größte Bedrohung

Er nutzt Javascript-Lücken in Adobes PDF-Reader aus. Auf den Plätzen zwei und drei der Malware-Rangliste folgen zwei Trojaner. Conficker fällt trotz des höchsten Verbreitungsgrads des Jahres auf Position vier zurück.

Bitdefender hat seinen E-Threat-Report für Dezember veröffentlicht. Als gefährlichste Malware-Bedrohung weltweit weist er den Exploit „PDF-JS“ aus. Er steigerte sich von 3,23 Prozent im November (Rang fünf) auf 12,04 Prozent aller Infektionen.

Der Schädling nutzt Sicherheitslücken in Javascript-Engines des Adobe Reader. Hat er ein System infiziert, lädt er weiteren Schadcode aus dem Internet nach.

Der Spitzenreiter des vergangenen Monats, „Trojan.AutorunINF“, rangiert im Dezember mit 8,15 Prozent auf auf Platz zwei, ohne wesentlich verloren zu haben (November: 8,45 Prozent). Das trojanische Pferd nutzt zur Verbreitung ein „autorun.ini“-Skript, über das standardmäßig alle Wechseldatenträger verfügen. Nach dem Anschluss des Speichermediums an den PC wird der Schädling automatisch ausgeführt, ohne dass der User dies registriert.

Der Trojaner Clicker hält mit 7,9 Prozent das Niveau des Vormonats (7,87 Prozent), fällt aber auf Rang drei zurück. Er gelangt hauptsächlich über illegale Download-Websites auf den Rechner.

Obwohl „Win32.Worm.Downadup.Gen“, besser bekannt als Conficker, mit 5,85 Prozent die höchste Infektionsrate des Jahres erreicht, fällt er auf Position vier. Der Wurm beschränkt überwiegend den Zugang zu Internetseiten von IT-Security-Anbietern und verhindert die Ausführung von Windows-Updates.

Auf Rang fünf folgt mit 4,57 Prozent (Vormonat Platz vier mit 5 Prozent) der Trojaner „Wimad“, der vor allem ASF-Dateien mit einem Codec infiziert, um weitere Schädlinge nachzuladen. Im November lag er mit 5 Prozent noch auf Platz vier.

Der Datei-Infektor „Win32.Sality.OG“ (2,65 Prozent), der Trojaner „Autorun.AET“ (1,97 Prozent) und der Wurm „Autorun.VHG“ (1,65 Prozent) belegen jeweils die gleiche Position wie im Vormonat und weisen nur minimale Veränderungen in ihren Infektionsraten auf. Die beiden letzteren verbreiten sich über die Autorun-Funktion von Windows. „Win32.Sality.OG“ schleust seinen verschlüsselten Code über EXE- und SCR-Dateien ein.

Den vorletzten Platz der BitDefender-Rangliste nimmt mit „Win32.Worm.Downadup.B“ (1,25 Prozent) eine neue Conficker-Variante ein. Diese ist allerdings deutlich harmloser als „Downadup.Gen“, da die Zahl der geblockten Antiviren-Websites geringer ausfällt. Auf dem letzten Platz folgt mit „Trojan.Script.236197“ ein weiterer Neuling (1,08 Prozent). Der Trojaner zeigt kleine, als MSN-Messenger-Nachrichten getarnte Pop-up-Fenster an, sobald infizierte Websites aufgerufen werden. Anschließend lädt er den User zum Chat mit einer angeblich in der gleichen Heimatregion lebenden Person ein.

Der Exploit "PDF-JS" war im Dezember 2009 für 12,04 Prozent der weltweiten Infektionen verantwortlich (Bild: Bitdefender).
Der Exploit „PDF-JS“ war im Dezember 2009 für 12,04 Prozent der weltweiten Infektionen verantwortlich (Bild: Bitdefender).

BitDefender-E-Threat-Report im Juni 2009

Position Name Anteil in Prozent
1 Exploit.PDF-JS.Gen 12,04
2 Trojan.AutorunINF.Gen 8,15
3 Trojan.Clicker.CM 7,90
4 Win32.Worm.Downadup.Gen 5,85
5 Trojan.Wimad.Gen.1 4,57
6 Win32.Sality.OG 2,65
7 Trojan.Autorun.AET 1,97
8 Worm.Autorun.VHG 1,65
9 Win32.Worm.Downadup.B 1,25
10 Trojan.Script.236197 1,08
Andere 52,85

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