Qimonda zeigt weltweit kleinsten DRAM-Chip

2-Gigabit-Speicherchip misst weniger als 55 Quadratmillimeter

Qimonda hat heute den nach eigenen Angaben weltweit kleinsten 2-Gigabit-DRAM-Speicherchip vorgestellt. Der DDR3-DRAM-Chip basiert auf der von Qimonda entwickelten 46-Nanometer-Buried-Wordline-Technologie. Er hat eine Fläche von weniger als 55 Quadratmillimetern. Qimonda wollte ursprünglich mit der Massenproduktion des neuen Chips zur Jahresmitte 2009 starten und sucht derzeit nach Finanzierungspartnern, um diesen Zeitplan einzuhalten.

Qimondas 46-Nanometer-Technologie verdreifacht die Zahl der Chips pro Scheibe im Vergleich zur derzeitigen 75-Nanometer-Technologie. Gleichzeitig vermindert der Chip den Stromverbrauch in DDR3-Modulen (Double Data Rate) nach ersten Erkenntnissen um bis zu 75 Prozent. Laut Qimonda eignet sich die Plattform, um den für die Jahresmitte vorhergesagten Wechsel von der DDR2- auf die DDR3-Technologie im Chip-Markt zu beschleunigen.

„Mit den ersten funktionsfähigen Chips auf 46-Nanometer-Basis hat Qimonda das Potenzial unter Beweis gestellt, die Technologieführerschaft im Bereich der DRAM-Fertigung zurückzugewinnen“, sagte Kin Wah Loh, Vorstandsvorsitzender von Qimonda. „Der neue 2-Gigabit-DDR3-Chip wird unsere Produktivität erheblich steigern und gleichzeitig die Kosten pro Bit beträchtlich senken, sobald wir die Produktion hochfahren können. Darüber hinaus ist der neue Chip sehr gut für den Einsatz in DDR3-Server-Modulen geeignet und bringt uns in die Position, auch auf dem Gebiet der Energieeffizienz der Marktführer sein zu können.“

Das Unternehmen hatte erst vor kurzem Insolvenz beantragt. Es wurde bisher jedoch keine endgültige Entscheidung hinsichtlich der zukünftigen Struktur der Gesellschaft getroffen. Bislang steht nicht fest, ob die Geschäftsteile, die weitergeführt werden können, durch Qimonda gehalten oder in eine neue Gesellschaft eingebracht werden, die Investoren gehören würde. Im letzteren Falle, oder wenn keine Investoren gefunden werden können, die die Fortführung von Qimonda finanzieren können, wird der Konzern voraussichtlich liquidiert.

Themenseiten: Hardware, Qimonda

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