Siemens-Aktionäre lehnen geplante Aufsichtsratsbezüge ab

Belegschaftsaktionäre wollen künftig über Managergehälter mitentscheiden

Wie der Spiegel berichtet, steht der Führung des Siemens-Konzerns auf der kommenden Hauptversammlung am 27. Januar eine Auseinandersetzung mit den Belegschaftsaktionären ins Haus. Diese wollen die geplante Anhebung der Aufsichtsratsgehälter ablehnen. Die Forderungen, die eine Erhöhung ihrer Bezüge um 100 Prozent vorsehen, seien unverhältnismäßig. Ab 2010 wollen die Aktionärsvertreter über die Vorstandsbezüge entscheiden und ein Ausufern von Managergehältern verhindern.

Unmut erregt auch, dass der Aufsichtsratsvorsitzende Gerhard Cromme künftig das Dreifache statt wie bisher das Doppelte der Bezüge der übrigen Mitglieder fordert. Anfang Dezember hatte Cromme um eine Gehaltserhöhung gebeten und das mit dem hohen Arbeitsaufwand durch die Aufarbeitung des Bestechungsskandals begründet. Seine Bezüge sollen sich um 157 Prozent von 310.000 auf 796.000 Euro erhöhen. Dies sei in einer Zeit, in der alle den Gürtel enger schnallen müssten, nicht vermittelbar, so der Interessenverband der Aktionäre.

Auch das Gehalt von Siemens-Chef Peter Löscher sei überzogen. Der gebürtige Österreicher hatte im vergangenen Geschäftsjahr ein Einkommen von fast zehn Millionen Euro erzielt.

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