USA stellen brasilianischen Botnetz-Betreiber vor Gericht

35-jährigem Mann drohen bis zu 5 Jahre Gefängnis

Das US-Justizministerium hat Anklage gegen einen Brasilianer erhoben, der ein Botnetz mit mehr als 100.000 infizierten Computern betrieben haben soll. In der vom Bundesgericht in New Orleans veröffentlichten Klageschrift wird dem 35-jährigen Leni de Abreu Neto unter anderem Verschwörung vorgeworfen, mit dem Ziel, weltweit Computer zu schädigen. Im Fall einer Verurteilung drohen Neto bis zu fünf Jahre Haft und eine Geldstrafe von bis zu 250.000 Dollar.

Der 35-Jährige sitzt seit dem 29. Juli in den Niederlanden in Untersuchungshaft und wartet auf seine Auslieferung an die USA. Seinem niederländischen Komplizen, dem 19-jährigen Nordin Nasiri, soll in dessen Heimat der Prozess gemacht werden. Nach Auskunft des US-Justizministeriums haben die beiden Angeklagten das von ihnen aufgebaute Botnetz zum Versenden von Spam-E-Mails missbraucht und anschließend für 25.000 Euro weiterverkauft.

Die Verhaftung war das Ergebnis einer internationalen Zusammenarbeit: Neben der Cyber Squad Unit des FBI in New Orleans und der niederländischen Hi-Tech Crime Unit war auch die für Cyberkriminalität zuständige Abteilung der brasilianischen Bundespolizei an den Ermittlungen beteiligt.

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