ZPÜ verlangt Urheberabgabe auf MP3-Player

Pro Gigabyte Speicher soll künftig 1 Euro fällig sein

Die Zentralstelle für private Überspielungsrechte (ZPÜ) will künftig eine Urheberabgabe für MP3-Player und andere Wiedergabegeräte, etwa USB-Sticks, verlangen. Wie IT-Business berichtet, fordern die Rechteverwerter bis zu 1 Euro pro GByte Speicher.

Eine solche Gebühr könnte zu einer Verteuerung von iPod und Co führen, wenn die Hersteller die Mehrkosten an die Verbaucher weitergeben. Derzeit zahlt beispielsweise Apple für den iPod Classic an die ZPÜ eine Urheberabgabe von lediglich 2,41 Euro. Über die tatsächliche Höhe der Abgabe verhandeln die ZPÜ und der Bitkom zur Zeit noch.

Die Urheberabgabe soll rückwirkend zum 1. Januar dieses Jahres fällig werden. Die ZPÜ hat die Hersteller aufgefordert, entsprechende Rücklagen zu bilden. Ob es zu einer Einigung zwischen den Parteien kommen oder ob die Auseinandersetzung vor Gericht ausgetragen wird, ist derzeit noch offen.

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6 Kommentare zu ZPÜ verlangt Urheberabgabe auf MP3-Player

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  • Am 27. Mai 2008 um 7:37 von tutnixzursache

    Lagsam reicht es
    Seit wann kann ich mit einem USB-Stick Musik hören ?????
    Ich benötige dazu immer noch ein Abspielgerät auf das ich ja bereits eine Abgabe entrichte.

    • Am 27. Mai 2008 um 9:57 von qqq

      AW: Lagsam reicht es
      Seit wann kann eine CD Musik abspielen ?
      Bald muss man auf Druckerpapier auch Abgaben zahlen, man könnte ja Noten ausdrucken und dann nachspielen. Ja wir sind weit gekommen.

      • Am 27. Mai 2008 um 15:22 von ddd

        AW: AW: Lagsam reicht es
        gilt das dann auch für externe Festplatten, die ebenfalls über USB angeschlossen werden und, o gott!, musik enthalten können? wenn ja, dann bin ich ja mal gespannt wie die hersteller und konsumenten reagieren, wenn so eine 500GB platte auf einmal 500 € teurer wird…

        • Am 28. Mai 2008 um 9:01 von DK

          AW: AW: AW: Lagsam reicht es
          Steht doch klar im zweiten Punkt: "…wird die ZPÜ ab dem 01.01.2008 weitere Produkte in den Kreis der vergütungspflichtigen
          Produkte einbeziehen, insbesondere auch externe und eingebaute Festplatten,
          Blu-ray- und HD-DVD-Rohlinge, Speicherkarten und USB-Sticks"

          Das wird interessant auch auf dem Rohlingmarkt… denn somit wird sicherlich auch die Akzeptanz für BluRay wieder sinken, wenn ich dann auf einmal 25 EUR mehr zahlen soll für EINEN Rohling… Ich glaub, ich geh mir lieber noch eine Festplatte heute kaufen… *g*

  • Am 28. Mai 2008 um 9:57 von meeristmehr

    Faires Angebot oder doch nicht?
    Wenn ich dann auch jede Urheberrechtlich geschützte Musik kopieren dürfte wäre das ja ein faires Angebot. Allerdings glaube ich nicht, das dies dann freigegeben wird.

    Wie wärs denn mal mit folgendem: Jeder der ein Messer kauft, kommt vorsorglich 15 Jahre in den Knast, weil: Er könnte ja mit dem Messer einen Mord begehen.

  • Am 19. Oktober 2009 um 11:28 von Chrisso

    ZPÜ und GEMA entbehren jeder realistischen Grundlage
    Also meiner Meinung nach ist es mal wieder typisch dass diesen ganzen Mist nur wir hier in Deutschland am Bein haben. Kann doch alles nicht wahr sein, dass wir hier pauschal und in Vertretung für den Rest der Welt den Ausgleich für das illegale Kopieren von Musik usw zahlen sollen. Jetzt das Ganze auch noch pro Gigabyte auf dem MP3 Player ? Irgendwo muss mal schluss sein. Es ist ja schön und gut das Madonna und Co jetzt nurnoch 50 Mio ? anstatt 100 Mio ? pro Album verdienen, aber wenn ich weniger Gehalt bekäme weil es die Kopie des Produktes meiner Firma billiger oder gratis gibt zahlt mir auch keiner einen pauschalen Ausgleich ImIdealfall wird der Kopieren bestraft und das wars. Wenn ich die Industrie wäre würde ich auf alle Tonträger die an die Plattenindustrie verkauft werden ebenfalls ne extra Gebühr draufschlagen, damit die CDs usw noch teurer werden und noch mehr Leute sich alles lieber im Internet kopieren. Die Musikindustrie sollte akzeptieren das die Zeit in der jeder poplige Produzent Millionär geworden ist eben vorbei ist. Sollen die Küstler eben was arbeiten und Konzerte geben. Da kommt dann wirklich verdientes Geld in die Kasse.

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