Finjan entdeckt über 1,4 GByte gestohlene Personendaten

Hacker hatten sensible Informationen innerhalb eines Monats gesammelt

Das Sicherheitsunternehmen Finjan hat im Internet einen von Cyberkriminellen kontrollierten Server mit über 1,4 GByte vertraulichen Daten entdeckt. Die Informationen stammten von mit Schadsoftware infizierten Computern und waren in 5388 Logdateien abgespeichert.

In den Sitzungsprotokollen fanden die Sicherheitsspezialisten Daten von namhaften Firmen und Dienstleistern, unter anderem aus Deutschland, den USA, Frankreich, der Türkei und Indien. Als Beispiele für die Inhalte nannte das Unternehmen Patientendaten, Bankdaten, E-Mail-Kommunikation und vollständige Outlook-Konten.

Finjan zufolge diente der Server nicht nur zur Ablage der Daten, sondern auch zur Kontrolle eines Botnetzes, mit dem die für die Sammlung der Daten benötigte Schadsoftware verteilt und verwaltet wurde. Die Informationen seien unverschlüsselt gewesen und über einen Zeitraum von rund einem Monat gesammelt worden.

„Unsere Entdeckung ist ein Beispiel dafür, in welchem Umfang Cyberkriminelle Informationen sammeln“, sagte Finjan-CTO Yuval Ben-Itzhak. „Crimeware auf PCs ist heute ein ernstes Problem für Unternehmen und nicht mehr alleine eine Angelegenheit der IT-Technik. Wir leben in einem Zeitalter, in dem sich Kriminelle nur noch bei einem Server anmelden müssen, um für ihre Verbrechen benötigte Daten zu erhalten.“

Themenseiten: Finjan Software, Hacker

Fanden Sie diesen Artikel nützlich?
Content Loading ...
Whitepaper

ZDNet für mobile Geräte
ZDNet-App für Android herunterladen Lesen Sie ZDNet-Artikel in Google Currents ZDNet-App für iOS

Artikel empfehlen:

Neueste Kommentare 

1 Kommentar zu Finjan entdeckt über 1,4 GByte gestohlene Personendaten

Kommentar hinzufügen
  • Am 7. Mai 2008 um 15:41 von Willy Wachtel

    Und wie gings weiter?
    Mich hätte an dieser Stelle interessiert, was weiter dagegen unternommen wurde. Wurde der Server unschädlich gemacht? Wurden die Kriminellen erwischt? Wurde das Botnetz vernichtet? Wurden die Daten gewinnbringend verwendet? Welche Folgen gibt es für die Sammler und wer sind diese? In welchem Land steht der Server? usw.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *