Windows Server 2008: Echte Innovation oder Kosmetik?

Microsoft präsentiert die neue Version seines Flagschiffs Windows Server 2008 und feiert ab heute drei Tage lang den Launch. ZDNet beleuchtet die neuen Features und untersucht, ob sich ein früher Umstieg lohnt.

Seit wenigen Tagen gibt es die finale Version von Windows Server 2008. Bis zur Auslieferung und tatsächlichen Verfügbarkeit werden aber noch einige Wochen vergehen. Ab dem 27. Februar kommen offiziell nur Kunden der Abonnements MSDN und Technet in den Genuss der neuen Version.

Ausgehend von Windows Server 2003 hat sich Microsoft fünf Jahre Zeit genommen, um seinen Server zu überarbeiten. In der Tat sind viele Änderungen einschneidend. So verabschiedet man sich mit Windows Server 2008 erstmalig vom bisherigen monolithischen Aufbau, zumindest was die Sicht des Benutzers angeht.

Windows Server 2008 wird nun auch in einer abgespeckten Variante, dem „Server Core„, verfügbar sein. Der Server Core umfasst die Kernfunktionen eines Windows Servers. Die GUI mit all ihren Verwaltungstools ist größtenteils entfernt worden. Grund und Nutzen sind vielfältig.

Microsoft-Serversysteme werden mittlerweile in immer größeren Stückzahlen und gruppiert im Rechenzentren eingesetzt. Die Verwaltung dieser Server erfolgt fast ausschließlich über Administratorarbeitsplätze, entweder In-House oder durch externe Partner.

Des Weiteren wird die Überwachung immer häufiger in einen größeren Kontext, etwa Microsoft Operations Manager eingebunden. In keinem dieser Fälle nutzt ein Administrator die lokale GUI. Sie ist somit überflüssig.

Hinzu kommt, dass jeglicher Code Ressourcen benötigt, beispielsweise Rechenzeit und Arbeitsspeicher. Aus Sicherheitsaspekten stellt der überflüssige Code ein Angriffsziel dar und ist regelmäßig zu patchen. Ein schlanker Server hat somit geringere Ausfallzeiten durch weniger Updates. Die Verwaltung eines derart abgespeckten Servers kann lokal nur durch die Kommandozeile und die Powershell erfolgen. Vom Administratorarbeitsplatz können MMC-Snap-Ins verwendet werden.

Entscheidet man sich für den vollständigen Server mit GUI, so erhält man eine an Windows Vista angelehnte Oberfläche. Die Aero-Oberfläche hat Microsoft zwar implementiert, aber standardmäßig nicht aktiviert. Windows Server 2008 wird das letzte Betriebssystem aus der Serverreihe sein, das in einer 32-Bit-Variante verfügbar ist. In Zukunft werden 64-Bit-CPUs für alle Serverprodukte vorausgesetzt, so wie heute schon beim Exchange Server 2007. Nichts geändert hat sich bei den Produktvarianten. Es bleibt bei den vier Editions Web, Standard, Enterprise und Datacenter. Später folgt das integrierte Paket „Small Business Server 2008“.

Themenseiten: Microsoft, Servers, Storage, Storage & Server

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