Visual Studio 2008: Ein erster Blick auf die neue Microsoft-IDE

Visual Studio 2008 wird seit einiger Zeit MSDN-Abonnenten zur Verfügung gestellt. Für alle anderen ist es demnächst erhältlich. Anlass genug also, die jüngste Version von Microsofts IDE unter die Lupe zu nehmen.

Dieser Überblick zu Visual Studio 2008 stellt zunächst kurz die unterschiedlichen Versionen vor. Anschließend geht es um die neuen Funktionen und darum, wie man mit der IDE produktiver arbeiten kann.

Welche Versionen von Visual Studio 2008 gibt es?

Es gibt mehrere Express-Editionen, die eine abgespeckte und jeweils auf eine bestimmte Programmiersprache, etwa C#, Visual Basic und C++, zugeschnittene Version der IDE bieten. Außerdem steht eine Express-Edition des Visual Web Developer zur Verfügung. Die nächsthöhere Version ist die Standard-Edition. Sie bringt eine voll ausgestattete IDE mit, die alle gängigen Programmiersprachen unterstützt.

Am Ende des Spektrums findet sich das Team-System. Es bietet Werkzeuge für die gemeinsame Arbeit mehrerer Entwickler an einem .NET-Projekt. Weitere Informationen zu den unterschiedlichen Versionen gibt es auf der MSDN-Website.

Welche neuen Funktionen werden geboten?

Die wichtigste Änderung in Visual Studio 2008 ist die Verwendung des .NET-Framework 3.5 mit seinen zahlreichen neuen Funktionen, darunter eine verbesserte Unterstützung für Webentwickler und neue Technologien wie LINQ (Language Integrated Query). Die IDE gestattet außerdem die Arbeit mit mehreren .NET-Versionen und bringt mehr AJAX-Unterstützung und integrierte Modultests mit.

Eine der mit Abstand attraktivsten neuen Funktionen von Visual Studio 2008 dürfte die Fähigkeit sein, Anwendungen zu entwickeln, die gezielt auf andere Versionen des .NET-Framework zugeschnitten sind. Das heißt, die neue IDE kann verwendet werden, ohne alle vorhandenen Projekte auf die jüngste Version des .NET-Framework aktualisieren zu müssen. Man kann diese Anwendungen beibehalten und gleichzeitig neue Anwendungen entwickeln, die die aktuellen Funktionen nutzen. Das ist ein großer Unterschied zu früheren Versionen von Visual Studio, die an bestimmte .NET-Versionen gebunden waren, so etwa .NET 1.x an Visual Studio 2003 und .NET 2.x an Visual Studio 2005.

Diese Funktion ist einfach einzusetzen, da sich die .NET-Version über ein Drop-down-Menü auswählen lässt, wenn ein neues Projekt innerhalb der IDE erstellt wird. Die Liste der verfügbaren Vorlagen ändert sich je nach ausgewählter .NET-Version automatisch. Ein weiterer Vorteil ist die Verwendung von nur einer Fassung von Visual Studio, anstatt je nach .NET-Version zwischen den entsprechenden Versionen wechseln zu müssen.

Selbst wenn man nicht die aktuellste Ausführung des .NET-Framework benutzt, kann man also die neuen Funktionen von Visual Studio 2008 unabhängig von der Zielversion des .NET-Framework verwenden.

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