Nigerianische Firma wirft OLPC Patentverletzungen vor

XO-Laptop soll unerlaubt eine Tastaturtechnik verwenden

Das nigerianische Unternehmen Lagos Analysis hat die Initiative One Laptop per Child (OLPC) wegen Patentverletzungen verklagt. Die Firma mit Sitz in den USA wirft der Organisation von Nicholas Negroponte vor, unerlaubt eine Tastaturtechnologie seines Tochterunternehmens Lancor in den XO-Notebooks verwendet zu haben.

OLPC soll mit der Nutzung der mehrsprachigen Tastatur nicht nur das Patent mit der Nummer RD8489 verletzt, sondern auch den Quelltext des Keyboard-Treibers durch illegales Reverse Engineering kopiert haben. In der am 22. November vor dem Bundesgerichtshof in Lagos eingereichten Klageschrift fordert Lagos Analysis neben „erheblichen“ Schadensersatzzahlungen auch eine Unterlassungserklärung, die es der OLPC-Initiative untersagt, das XO-Laptop weiter zu produzieren oder zu vertreiben.

„Lancor sieht sein geistiges Eigentum als eine seiner wichtigsten Ressourcen an“, sagte Lancor-CEO Adé G. Oyegbola. Das Unternehmen prüfe derzeit, eine ähnliche Patentrechtsklage gegen OLPC vor einem US-Gericht anzustrengen.

Themenseiten: Business

Fanden Sie diesen Artikel nützlich?
Content Loading ...
Whitepaper

ZDNet für mobile Geräte
ZDNet-App für Android herunterladen Lesen Sie ZDNet-Artikel in Google Currents ZDNet-App für iOS

Artikel empfehlen:

Neueste Kommentare 

1 Kommentar zu Nigerianische Firma wirft OLPC Patentverletzungen vor

Kommentar hinzufügen
  • Am 4. Dezember 2007 um 18:10 von Paul

    Was M$ kann, kann jeder Nigerianer schon lange: ABZOCKEN!!
    M$ hats vorgemacht, natürlich muss man nicht lange warten bis weltweit dieses einfache billige "Geschäftsmodell" (nichts produzieren, aber alle verklagen und ärgern und verhindern und blockieren …) kopiert wird. Ist ja so billig und einfach und erfolgreich. Die Justiz wird bald in die Knie gehen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *