Indiens IT-Industrie muss einkaufen gehen

Aus eigener Kraft erreichen Firmen bestenfalls einen Platz in der Top Ten

Gartner hat bekannt gegeben, dass indische IT-Dienstleister zwar rasant wachsen. Doch um zur absoluten Weltspitze aufzuschließen, müssten sie eine Reihe großer Firmenakquisitionen tätigen.

Laut einer aktuellen Studie des Marktforschungsunternehmens repräsentieren die sechs größten indischen IT-Player Saytam, Wipro, Infosys, TCS, Cognizant und HCL einen Anteil von 1,9 Prozent beziehungsweise 672 Milliarden Dollar am Weltmarkt für IT-Dienstleistungen. Im Jahr 2001 waren es noch 0,5 Prozent.

Die Outsourcing-Unternehmen erobern den Markt, indem sie sich über kleine Projekte, an den Marktführern vorbei, Zugang zu großen Kunden verschaffen. Sobald ein Vertrauensverhältnis aufgebaut ist, breiten sie sich in den Großunternehmen aus. Dadurch steigen die Umsatzzahlen der indischen IT-Dienstleister mittlerweile viel stärker als beim Rest der Branche. Nach der Gartner-Analyse stieg der jährliche Umsatz bei den genannten Firmen 2006 im Durchschnitt um 42,4 Prozent, während die globalen Marktführer mit 4,3 Prozent hinterherhinkten.

„Viele Unternehmen schauen bei IT-Dienstleistungen zunehmend nach Indien. Falls die dortigen Firmen so weiterwachsen, gehören mindestens zwei davon bald zur weltweiten Top Ten“, sagt Gartner-Chefanalyst Partha Iyengar. Doch um unter die Top-Drei der weltweiten IT-Dienstleister zu kommen, reichen die Anstrengungen Gartner zufolge noch lange nicht aus. Dieses Ziel könne nur durch Übernahmen und Zukäufe erreicht werden.

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