Yahoo stellt Songtexte ins Web

Musikindustrie hofft auf zusätzlichen Geldsegen

Yahoo bietet gemeinsam mit dem Medienunternehmen Gracenote ab sofort einen legalen Online-Songtext-Dienst an. Bislang haben die Nutzer meist auf unlizenzierte Quellen zurückgegriffen, so dass die Künstler keine finanzielle Vergütung dafür erhielten.

Der neue Yahoo-Service geht auf eine Vereinbarung zwischen Gracenote und einigen Musikverlagen aus dem vergangenen Sommer zurück. Damals hatte Gracenote die Rechte für Songtexte von mehreren Musikfirmen, darunter BMG, Universal und Sony/ATV erworben.

Konkrete Details zur Partnerschaft zwischen Yahoo und Gracenote sind bisher noch nicht bekannt. Medienberichten zufolge soll es sich aber um ein werbebasiertes Geschäftsmodell handeln, bei dem die Umsätze untereinander aufgeteilt werden.

Laut Gracenote-Chef Craig Palmer kann die Lizenzierung von Songtexten die weltweiten Einnahmen der Musikkonzerne in die Höhe treiben. Er geht von einem Gesamtumsatz der Branche in Höhe von rund vier Milliarden Dollar aus, von denen letztlich 100 Millionen über die Lyrics generiert werden sollen, falls sich der Markt in den kommenden zehn Jahren nach den derzeitigen Erwartungen entwickelt. Den Motor dafür sieht Palmer in den neuen Möglichkeiten von Online-Abo-Modellen, Downloads und Distributions-Deals.

Gracenote hatte in den vergangenen Monaten auch mit anderen potenziellen Partnern wie Apples Itunes verhandelt. „Wir wären nicht in diesem Geschäft, wenn wir nur einen Service starten wollten“, sagte Palmer. Die Verlage seien begeistert von den Ideen seines Unternehmens, da sie den Bereich der Songtexte als unberührte Einnahmequelle ansähen.

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1 Kommentar zu Yahoo stellt Songtexte ins Web

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  • Am 26. April 2007 um 11:15 von lain

    Sie werden es nie kapieren …
    Wie in anderen Artikeln erwähnt wurde, werden die Texte nur als Bilder (und auch zensiert) angeboten.

    Erinnert sich noch jemand an die Geschichte um lyrics.ch zu Anfang des WWW ? Da hatte die Musikindustrie eine der ersten freien Lyricsserver platt gemacht und dann nach einem Aufschrei gnädigerweise eine Lösung mit einem Java-Applet erlaubt, damit auch ja niemand die hochheiligen Songtexte kopieren kann.

    So ein Schwachsinn, das ist es eben nicht was die Benutzer wollen …

    Wie gesagt, sie werden es nie kapieren.

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