Asien lernt geistiges Eigentum zu respektieren

"Diebstahl geistigen Eigentums ist kein Kavaliersdelikt"

Auf einer Podiumsdiskussion zur Eröffnung des „Global Forum on Intellectual Property“ in Singapur waren sich Wirtschaftsexperten diese Woche einig: asiatische Unternehmen erkennen immer mehr die Wichtigkeit von immateriellen Gütern, wie geistigen Eigentums.

Gordon Smith, Vorsitzender des US-Beratungsunternehmens Aus, berichtete dass 18 Unternehmen an der Börse Singapur mindestens ein Fünftel ihres gesamten Kapitals in Form von immateriellen Gütern besitzen. „Kein einziges der 18 Unternehmen hat nicht zumindest einen Teil des Kapitals in Form immaterieller Güter“, so Smith.

Mit dem Beitritt Chinas in die Welthandelsorganisation stehen chinesische Unternehmen nun erstmals ihren internationalen Kontrahenten gegenüber und müssen deren geistiges Eigentum anerkennen. „Dies hat die Unternehmen unter Druck gesetzt, geistiges Eigentum zu respektieren“, so Jari Vaario, Leiter der Abteilung zum Schutz geistigen Eigentums bei Nokia.

„Zwar haben die Unternehmen begriffen, dass der Diebstahl geistigen Eigentums kein Kavaliersdelikt ist, dennoch sind die Entwicklungen geistigen Eigentums oft Kopien von dem was bereits auf dem Markt vorhanden ist“, so Vaario abschließend.

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1 Kommentar zu Asien lernt geistiges Eigentum zu respektieren

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  • Am 25. August 2006 um 13:41 von Frank Viessmann

    Asien ist nicht gleich Asien
    Ich denke so generalisierend kann und darf man dieses Thema nicht betrachten.
    Singapur ist nicht China. Und Singapur und China zusammen sind auch nicht Asien.
    Wer einmal in Singapur war und den dortigen Fortschritt bewundert hat wundert sich kaum darüber, dass man in Singapur so viel Geistiges Eigentum hält und es dem entsprechend auch respektiert.
    Wer aber auch in anderen Ländern Asiens war und die blühende öffentliche Produktpiraterie bestaunen konnte, kennt auch die andere Seite Asiens.

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