Schnellschuss-Chips für kompakte Digitalkameras

Bis zu zehn Bilder pro Sekunde bei 8 Megapixel Auflösung möglich

Micron Technology will nächstes Jahr mit einen Foto-Chip für kompakte Digitalkameras kommen, der ungeheure Aufnahmegeschwindigkeiten ermöglichen soll. Der in Idaho ansässige Chip-Hersteller hat einen 8-Megapixel-Chip für die digitale Kompaktklasse vorgestellt, der 10 Fotos mit 8-Megapixel Auflösung pro Sekunde oder 30 Bilder mit 2 Megapixeln schießen soll. Außerdem soll der Superchip Videos im 720p-Format aufzeichnen. Bei dieser Auflösung beginnt bereits der Einstieg in hoch auflösende Videos.

Viele gegenwärtige Kompaktkameras und selbst einige Spiegelreflexkameras kommen an diese Leistung nicht heran. Die meisten schaffen gerade mal 2-4 Bilder pro Sekunde in höchster Auflösung oder 10 Fotos bei niedrigerer Auflösung. Die Videos müssen sich in der Regel mit 640 x 480 Pixel begnügen.

Über die vergangenen zwei Jahre haben Digitalkameras eine kleine Revolution erlebt. Traditionell haben Kamerahersteller ihre Bildsensoren selbst entwickelt. Doch Zeit und Kosten haben die Hersteller dazu gebracht, außer Haus bei Texas Instruments, Nucore und Micron einzukaufen. Eine weitere Firma, Ambarella, produziert relativ kostengünstige Grafikchips für Videokameras. Eine HD-Videokamera soll damit um die 800 Dollar kosten, die meisten Hersteller verlangen derzeit um die 2000 Dollar.

Wurden früher vorwiegend CCD-Sensoren in die Kameras eingebaut, greifen die Hersteller heutzutage vermehrt auf CMOS-Sensoren zurück. Die galten einst als Lösung für das Billig-Kamerasegment, doch inzwischen ist die CMOS-Technik ausgereift. Dank der CMOS-Chips konnten die Designer die Pixel auf den Sensoren verkleinern und damit die Auflösung ihrer Kameras vergrößern, ohne die Größe der Linse auszuweiten.

Der Micron-Bildsensor zeigt Pixel, die 1,75 Mikrometer messen. Das ist kleiner als der Standardpixel. Ein weiterer Micron-Chip geht sogar bis auf 1,4 Micrometer runter.

Den 8-Megapixel-Chip wird vorerst trotzdem niemand zu Gesicht bekommen und die Konkurrenz schläft nicht. Micron will seine Chips frühestens im Herbst ausliefern, die Massenproduktion soll in der ersten Hälfte 2007 anlaufen.

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