Spammer wollen aus Concorde-Unglück Kapital schlagen

Betrüger locken mit realen Opfernamen und hoher Geldsumme

Fast sechs Jahre nach dem Absturz der Concorde versuchen Betrüger, aus der Katastrophe Kapital zu schlagen: Derzeit sind Spam-Mails im Umlauf, in denen um eine Antwort gebeten wird. Die Absender geben sich laut dem Sicherheitsspezialisten Sophos als offizielle Wirtschaftsprüfungsgesellschaft aus. Man sei auf das Londoner Bankkonto eines deutschen Passagiers gestoßen, der bei dem Absturz mit seiner Familie ums Leben kam. „In der Spam-Mail wird behauptet, das Vermögen des damals 57-jährigen BMW-Mitarbeiters in Höhe von 20,5 Millionen englischen Pfund werde nach Ablauf einer Frist von drei Monaten genutzt, um Waffen zu kaufen“, so Sophos. Wenn die Empfänger ihre Daten nennen, würden 25 Prozent des Geldes überwiesen, verspricht das betrügerische Mail.

Im Text werden offizielle Online-Berichte zum Absturz der Concorde verlinkt – offenbar ein Versuch, dem Text ein wenig mehr Seriösität zu verleihen.
Antworten die Empfänger auf die Nachricht in der Hoffnung, einen Teil des beträchtlichen Vermögens zu bekommen, werden sie aufgefordert, eine Vorauszahlung zu leisten oder persönliche Daten für die vermeintliche Überweisung preiszugeben. Genau diese Informationen könnten aber von den Spammern gezielt dazu verwendet werden, fremde Bankkonten zu plündern oder Identitätsbetrug zu begehen, so Sophos.

Laut Sophos gehörte der betreffende Passagier und seine Familie tatsächlich zu den Opfern des Flugzeugunglücks in Paris. „Geschmacklose Spammer nutzen vorsätzlich deren Namen, um fremde Konten auszurauben, ohne nur eine Sekunde an die Gefühle der Angehörigen und Freunde der Opfer zu denken“, so das Unternehmen. Jeder Computeranwender sollte bei E-Mails vorsichtig sein, in denen ihm ein unerwarteter Geldsegen versprochen wird. „Dies sind typische Tricks krimineller Betrüger, die darauf aus sind, Geld und vertrauliche Bankdaten zu stehlen“.

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