Neue Masche: EC-Kartenmissbrauch per Funk

PINs werden schnurlos gestohlen

Die Daten von EC-Karten werden seit neuestem auch schnurlos gestohlen: Banden aus Osteuropa würden sensible Daten von EC- und Kreditkarten per Funk unbemerkt kopieren, berichtet das ARD-Magazin Plusminus.

„Mittlerweile verfügen die Täter über eine neue Technik, mit der sie per akustischem Signal die Kartendaten und PIN-Nummer aus sicherer Entfernung ausspionieren können, während man Bargeld vom Geldautomaten zieht“, so der Bericht. Zu diesem Zweck werde am Kartenschlitz des jeweiligen Geldautomaten eine kaum festzustellende Schlinge mit angebrachten Mikrochips befestigt.

Die Eingabe der PIN-Nummer könne dann entweder auf einem doppelten Tastaturbrett gespeichert oder mit einer Mikrokamera gefilmt werden. Die Signale seien in einem Umkreis von bis zu 50 Metern empfangbar. „Mit den kopierten Daten werden Duplikate hergestellt, mit denen man problemlos Geld von fremden Konten abheben kann“, heißt es.

Bisher mussten die Kriminellen immer an den Tatort zurückkehren,um sogenannte Vorsatzgeräte, die sie zuvor zum Daten-Klau an den Geldautomaten angebracht hatten, wieder abzumontieren. Das Landeskriminalamt Bayern befürchtet, dass durch diese neue Methode die Chance, die Täter zu fassen, stark sinkt.

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9 Kommentare zu Neue Masche: EC-Kartenmissbrauch per Funk

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  • Am 17. Dezember 2003 um 2:47 von Till Wollheim

    Die Banken sind Beihelfer zu dieser Kriminalität
    Die Banken könnten das Problem sehr schnell beseitigen, in dem sie die Kunden warnten und auffordern, nur noch bei innen liegenden Geltd Automaten (GAs) Geld abzuheben, bis die GAs mit Sicherheitstechnik nachgerüstet sind. Es müsste ja nur ein Funk-Detektor angebracht und die Räumlichkeiten 2 x täglich kontrolliert werden.

    • Am 17. Dezember 2003 um 7:07 von RoMi71

      AW: Die Banken sind Beihelfer zu dieser Kriminalität
      Wenn ich sehe, wie bescheiden sich die meisten Menschen bei der Bedienung eines Geldautomaten anstellen und wie Mangelhaft bezüglich der sicheren Aufbewahrung PIN bzw. weitergabe etc. umgegangen wird, frage ich mich hier wirklich wer der Schuldige ist.

      Man könnte auch ständig die Autoindustrie anprangern das es Unfalltote gibt.

      Das Bewußstsein der Menschen muss sich verändern und ein Umdenken stattfinden.

      Wem hilft die beste technische Lösung wenn der Mensch im Endeffekt durch sein Unverständnis das System aushebelt?

  • Am 17. Dezember 2003 um 7:07 von Patrick Zeller

    Der Kunde hat eindeutig das Nachsehen
    Die AGB der Banken sagen ganz klar, dass der PIN nicht zusammen mit der Karte aufbewahrt werden darf. Ansonsten entfällt der Rechtsanspruch. Nun, wie soll man das Beweisen, wenn diese neue Methode einzug hält?
    Folglich ist der Kunde der "gelackmeierte".
    Ich bin der Meinung, dass die Banken mehr in die Verantwortung genommen werden sollten.

    • Am 17. Dezember 2003 um 7:20 von RoMi71

      AW: Der Kunde hat eindeutig das Nachsehen
      Sorry, aber das kann ich so im Raum nicht stehen lassen.

      Die meisten Banken finden hier eine Regelung auch wenn der Kunde sich im Endeffekt eindeutig nicht im Recht befindet z.B. auch bei grober
      Fahrlässigkeit (Aufbewahrung der
      PIN in der Geldbörse etc).

      Was soll die Bank den noch tun?
      – Sich hinstellen und auch acht geben, dass einem keiner auf Deine Finger guckt wenn man die PIN eingibt?
      – Sich hinstellen und auch sagen:
      Geld nicht vergessen zu entnehmen!

      Die Banken sorgen für eine Regelmäßige
      Wartung und Befüllung der Geräte.
      Das alleinige Betreiben eines Geldautomats kosten im Jahr ca. 25.000 Euro.
      Es werden zusätzlich nochmals einiges in Sicherheitstechnik und Überwachung gesteckt.

      Ich finde einige der Kunden sollte in die Pflicht genommen werden und das benutzen, was sie in letzter Zeit sehr arg verlernt haben: Den gesunden
      Menschenverstand zu nutzen.

      Das ist zwar hart gesagt, aber der Geldautomat ist keine Kaffeemaschine, wo man neben der Abhebung mal eben ein Schwätzchen mit Inge hält.
      Wenn man "gesund" beobachtet und aufmerksam ist, kann m.E. nichts passieren.

    • Am 21. Februar 2005 um 10:02 von MucManfred

      AW: AW: Der Kunde hat eindeutig das Nachsehen
      Hallo, habe an einem Aussen GA Geld mit EC-Karte abgehoben, geschaut ob jemand in der Nähe ist, ob eine Tastaturmatte aufliegt oder der Schlitz manipuliert aussieht – trotzdem gelang es jemanden die Daten des Magnetstreifens auszulesen und die Pin zu eruieren (wie auch immer). Nach 7 Tagen bemerkt dass an einem GA in Spanien mein Konto geräumt wurde – Postbank angerufen – Kartensperre verfügt – 3 Tage später wurde wieder Geld abgezockt – PostbankAuskunft: Die Sperre hat nicht gegriffen – seitdem lauf ich meiner Kohle hinterher inkl. Rechtsanwalt, Scherereien etc. etc. – Die Banken müssten nur das Anti-Skimming System der Fa. Siemens-Nixdorf in jeden Automaten einbauen – dann wären die Kisten deutlich sicherer – ich werde mein Geld nur noch am Schalter holen. Gruss an alle

  • Am 17. Dezember 2003 um 8:10 von Tutnix Zursache

    Menschenverstand ?
    Ich hoffe du mit deinem gesunden Menschenverstand kommst nie in die Verlegenheit deiner Bank nachweisenzu müssen das die abhebobenen Beträge nicht von dir sind.
    Ich spreche hier aus Erfahrung.
    Mit meiner Karte soll in Frankreich Geld abgehoben worden sein.
    Ich konnte Nachweisen das weder ich noch meine Karte zu dem besagten Zeitpunkt in Frankreich waren ( Arbeitgeber, am gleichen Tag selber bei der Hausbank mit Karte Geld abgehoben )
    Die Bank war erst nach Einschaltung eines Rechtsanwalts und der Drohung den Fall in die Medien zu bringen bereit für den Schaden aufzukommen.
    Pikanterweise wurde selbst nach der Sperrung des Kontos noch 5 mal Geld in verschiedenen Ländern abgehoben !!!!!!

    So und wo bitte bleibt da der gesunde Menschenverstand ?

    • Am 17. Dezember 2003 um 8:32 von RoMi71

      AW: Menschenverstand ?
      Ja, würde sagen 1:0 für Dich.

      Gebe Dir da vollkommen Recht, gebe hier aber folgendes zu bedenken:

      Die Kartendaten und die PIN müssen auf irgendeiner Weise ja in die Hände dritter gelangt sein.
      Durch z.B. auslesen der Kartendaten und Beobachtung der Tastatur am Geldautomat oder durch "Social Engeneering".

      Somit könnte man behaupten, dass Du vielleicht irgendwann irgendwo nicht aufgepasst hast. Aber dafür sind wir alle Menschen und bei dem heutigen Stand der Technik usw. gebe ich Dir recht, dass es passieren kann und ich könnte mich selber nicht davon freisprechen.

      Aber eine "gute" Bank kann davor nicht 100% schützen, jedoch wenn so was passiert, soll und muss sie Dir helfen.

      Wenn Deine Bank das Konto sperrt, ist das gesperrt, gesperrt und nochmals gesperrt.

      Ich würde hier behaupten, das Deine Bank einfach nur scheixxxx ist und hoffe das Du daraus die Konsequenz gezogen hast.

      Sicherlich liegt es hier nicht am Menschenverstand des Kontoinhabers sondern vielmehr mangelt es am Menschenverstand des Bank-Sacharbeiters.

      Einigen wir uns auf ein 1:1 ;-)))

      Grüße,
      RoMi71

  • Am 17. Dezember 2003 um 8:17 von RoMi71

    Publikumswirksam recherchiert aber ….
    Die meisten in der breiten Maße auftretenden sogenannten mißbräuchlichen Verfügungen entstehen nicht durch technische Manipulation sondern vielmehr dadurch das "Social Engeneering" betrieben wird.

    Dies bedeutet ca. 90% oder mehr der "Betrügereien" dadurch entstehen, dass z.B. der Schwager, der Kumpel, die ex-Freundin, Verlobte, ex-Frau oder Lebensgefährtin etc. pp. (vielleicht auch schon der Hund?) in Besitz der Karte und PIN gelangt und damit ohne Wissen des Kontoinhabers eine Verfügung tätigt.
    Das "Geschrei" ist am Anfang groß, wird jedoch ganz klein wenn es zur Anzeige kommen soll, bzw. der Fall dann aufgedeckt wird und anschießend unter den Teppich wandert.

    Warum werden in Magazinen wie Plus/Minus oder ähnliches nicht mal solche Fälle aufgegriffen? Es ist ja definitiv die Mehrzahl. Warum berichtet man über Minderheitenfälle? In diesem Fall weil es sich besser vermarkten lässt und weil man ja die Schuldigen besser anprangern kann.

    Gebe hiermit dies mal als Gedankenanstoss.

  • Am 17. Dezember 2003 um 9:27 von Seabear

    Mithaftung der Banken
    Mit der Herausgabe der Zugangsdaten ist die Bak nicht aus dem Schneider. Vielmehr muss Sie dafür sorgen, dass die Zugangsmechanismen nicht durch Manipulation für einen anderen Zweck als den gedachten missbraucht werden können. Wenn ein Geldautomat nicht in die Lage versetzt werden kann, Manipulationen zu vermeiden, etwa durch konstruktive oder softwarespezifische Vorkehrungsmassnahmen, so ist e eine Fehlinvestition und kann nicht den Kunden zur Verfügung gestellt werden. Hier hilft auch nicht die Aussage, dass ein Bankkunde immer alles richtig machen soll. Mir viel z. B. in einer bankfiliale folgendes auf: Alle Kassiererarbeitsplätze wurden eingespart und durch Bankautomaten, auch für Einzahlungsvorgänge, ersetzt. Eine Kunden, vermutlich über achtzig, mit Gehhilfe, Hörgerät und dickern Brillengläsern, versuchte nun, sich durch Hilfe einer Mitarbeitin, aus dem Automaten Geld zu bekommen. Die Mitarbeiterin hiielt die Kundin mehrere Male an, endlich die PIN einzugeben. Jetzt stelle man sich die Situation mal ohne Mitarbeiterin vor: Ein netter Herr wäre rein zufällig in der Nähe und ist sehr hilfsbereit. Er hilft den alten Leutchen bei der Bedienung des Automaten. Ws dort vor sich geht, kann sich jeder allein ausmalen.

    Wenn die Banken die Sicherheit der Automaten vernachlässigt (keine "Gesichtskontrolle", d. h. der Nutzer wird nicht von Vorn fotografiert und das Foto mit den Bankdaten gespeichert) die Geräte eigentlich für den Einsatz im Kundenbereich ungeeignet sind (bei Schlangenbildung auch unbeabsichtigte Gefahr der Einsichtnahme und des Ausspionierens der PIN durch falsche Aufstellung, zu große Tastatur, keine geeigneten Sichtblenden an der Tastatur sowie ungeeignete Bedienermenüs und keine Vorkehrungen für stark sehbehinderte oder blinde Personen und dann auch noch dem Kunden die Schuld gibt, wenn etwas schief geht, haben die verantwortlichen Mitarbeiter bei den Banken das Gahalt, dass sie am Monatsende für den Schund, den sie dort vollbringen nicht im entferntesten verdient. Nicht der Kunde ist schuld, sondern immer der Dienstleister, denn dieser erbringt die Dienstleistung entweder richtig und zur Zufriedenheit des Kunden, oder – wie in diesem Fall – unsachgemäß, ohne sorgfalt, ohne Rücksicht auf das Individuum Kunde sowie ohne auf die Hinweise der Hersteller zu achten. Denn die Geräte könnten viel mehr, als den Bankmitarbeitern wichtig erscheint. Man spart an der falschen Stelle. Nämlich am Kunden.

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