Firmen überlassen Internet-Sicherheit dem Zufall

Eine von Psinet und PanSec gemeinsam durchgeführte Studie offenbarte, dass über die Hälfte ihrer Kunden nicht einmal eine einfache Firewall nutzten.

Nach wie vor überlassen zu viele Unternehmen den Schutz ihrer Server und Websites dem Zufall. Statt robuste Security-Maßnahmen zu ergreifen, wiegen sie sich mit einer „uns kann es nicht passieren“-Einstellung in Sicherheit.

Eine von Psinet Europe und Pan Security International (Pansec) kürzlich durchgeführte Studie offenbarte die zahlreichen Risiken für Unternehmen, die auf den Schutz vor Internet-Angriffen verzichten. Dennoch würden nach Angaben von Psinet und Pansec hunderttausende Firmen ihre Websites ohne jegliche Sicherheitsvorkehrungen den Gefahren aus dem Internet aussetzen.

Im Rahmen der Studie wurden zwei „Dummy“-Websites erstellt, die europäischen Geldinstituten ähnelten. Eine Site wurde ohne Sicherheitsvorkehrungen ins Netz gestellt, die andere dagegen mit einer Standard-Firewall ausgestattet. Die Anzahl der Hacker-Angriffe, denen beide Sites über einen Zeitraum von 8 Wochen ausgesetzt waren, wurden beobachtet und verglichen.

Die Untersuchung ergab, dass der ungeschützte Server in zwei Monaten 19.128 Mal angegriffen wurde – mehr als 10 Mal so oft wie der mit einer Firewall geschützte Server, der lediglich 1.672 Angriffe erdulden musste.

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2 Kommentare zu Firmen überlassen Internet-Sicherheit dem Zufall

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  • Am 24. September 2003 um 17:34 von Lutz-D- Elsner

    ausgewählte Ursache(n) zum Inhalt des Artikels
    Veröffentlichungen in IT-spezifischen Publikationen wenden sich fast nur an IT-Spezies, nicht ans Management;
    die monitäre Wirkungsargumentation dazu ist meist auf der Ebene mehrerer hunderttausender € angesiedelt –> für die kleine Firma nicht nachvollziehbar;
    veröffentlicht werden meist nur Lösungen, die intensive IT-Kenntnisse voraussetzen –> der Entscheider hat die selten –> ihm muss das anders (im ganzheitlichen Managementansatz) "rübergebracht" werden;
    usw.

    • Am 27. September 2003 um 0:13 von yeTTi

      AW: ausgewählte Ursache(n) zum Inhalt des Artikels
      War am Mittwoch auch einen Sicherheitsforum im München, dort würde einiges über Sicherheit gesagt. Unter anderm das ca. 70% der Angriffe aus dem eigenen Netz bzw. durch Mitarbeiter durch geführt werden.
      Bei Wlan sind der Zeit ca. 2/3 ungeschützt, obwohl die meisten Geräte einen Schutz haben, der nur aktiviert werden müsste.
      Wer eine Technik benutzen will/muss sollte sich auch über die Gefahren informieren, das Personal entsprechend schulen, dem Personal Richtlinen vorgeben.
      Ein Satz aus einem Vortrag:
      "Es ist entscheidend gegen wenn man sich schützen will, ob vor einem ‚kleinen‘ Hacker oder gegen einen Geheimdienst."
      Eine 100% Sicherheit ist fast nicht möglich, aber selbst mit einfachen und kostengünstigen Mitteln läst sich 98% erreichen.

      so long yeTTi

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