Mobilfunker entwickeln Datenbank gegen Handy-Klau

Netzwerkbetreiber und GSM Association haben ein IMEI-System entwickelt, das gestohlene Telefone für den Netzzugriff blockieren soll

Jede dritte Minute wird in Großbritannien ein Handy gestohlen. Um dem Diebstahl der Mobiltelefone einen Riegel vorzuschieben, haben britische Mobilfunker zusammen mit der GSM Association eine Datenbank für die IMEI-Nummern (International Mobile Equipment Identity) der Geräte ins Leben gerufen.

Melde der Eigentümer sein Mobiltelefon als gestohlen, so soll das System aufgrund der Datenbank den Zugriff auf das Netzwerk blockieren und damit das Gerät unbrauchbar machen.

Doch auch die Diebe sind gegen derlei Technik nicht machtlos. Demnach ist es möglich im Handy die fünfstellige IMEI-Nummer komplett umzuprogrammieren.

Um genau das zu verhindern hat die britische Regierung das Gesetz „Mobile Telephones (Re-programming) Act 2002“ am 4. Oktober erlassen. So soll jeder, der ohne Erlaubnis des Herstellers die eindeutige IMEI-Nummer des Handys ändert oder das für die Umprogrammierung notwendige Gerät besitzt oder vertreibt mit einer Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren und Geldstrafe rechnen müssen.

Auf dem Inselstaat wurden im vergangenen Jahr insgesamt 710.000 Mobilfunkgeräte gestohlen. Allein in der Großstadt London fällt rund ein Viertel aller Straftaten unter diese Kategorie.

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2 Kommentare zu Mobilfunker entwickeln Datenbank gegen Handy-Klau

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  • Am 6. November 2002 um 10:54 von Kevin Goslar

    Es koennte so einfach sein
    Warum programmiert man die IMEI-Nummer nicht einfach unveraenderlich ins Geraet, z.B. mittels eines EPROMs? Damit wuerden sich eine Menge unnoetige Gesetze (und Gesetzeshueter) eruebrigen.

  • Am 16. März 2003 um 4:45 von Volker Matthies

    Handy verkommt zum Wegwerfartikel
    Es koennte noch einfacher sein, wenn jeder ein wenig mehr auf sein Handy aufpassen wuerde.<br />
    Ich habe bisher 7 Handys besessen und keines ist mir abhanden gekommen. Es ist noch nicht allzu lange her, wo diese Geraete einige tausend DM kosteten. Es handelt sich nachwievor um Spitzentechnologie, die aber seitens der Industrie konsequent zu einem Wegwerfartikel entwickelt wird.<br />
    Da braucht sich doch wirklich niemand zu wundern.

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