HP macht im Druck im Drucker-Geschäft

Vyomesh Joshi, Chef der Drucker-Sparte bei HP, will einen Weg finden, um jedes Jahr zwei Milliarden Dollar mehr in seine Kassen zu spülen

Die Abteilung Drucker, Papier, Toner, Tintenpatrone und Zubehör zählt zu den ertragsreichsten bei Hewlett-Packard (HP; Börse Frankfurt: HWP). Doch die Geldquelle ist nicht endlos. Um die Tinte am Laufen zu halten, hat der Konzern neue Kunden und Produktlinien ins Auge gefasst.

„Sie müssen ein paar neue Marktsegmente eröffnen, wenn HP die Absicht hat, weiterhin so ein Wachstum zu erzielen wie in den vergangenen zehn Jahre“, schätzt Drucker-Analyst und Autor des Printer Market Monitor, Bill Gott.

In den ersten neun Monaten hat die Drucker-Abteilung rund 27 Prozent des gesamten Konzernumsatzes von 54 Milliarden Dollar erwirtschaftet. Gleichzeitig machte die Printer-Sparte einen Betriebsgewinn von 2,3 Milliarden, während der Rest von HP einen geringen Verlust zu vermelden hatte.

Pro Jahr will Vyomesh Joshi, Chef der Drucker-Sparte bei HP, den Umsatz seiner Abteilung um rund zehn Prozent steigern. Demnach muss er einen Weg finden, um jedes Jahr zwei Milliarden Dollar mehr in seine Kassen zu spülen. Rund 18 Billionen Seiten werden pro Jahr weltweit gedruckt und nur vier Prozent kommen laut Joshi aus HP-Druckern. „96 Prozent ist unsere Gelegenheit.“

Die nächsten Jahre könnte das Wachstum bei HP durch Zuwächse im Drucker-Einsteigermarkt und durch Angriffe auf den Digitalkopierer-Markt kommen, schätzt Joshi. Er rechne außerdem mit neuen Technologien wie Indigo, die ab 2005 den Massenmarkt erobern werden. Mit Indigo hat es HP auf die Verlagsdruckereien abgesehen. Indigo bietet laut den Angaben die gleich hohe Qualität wie herkömmliche Offset-Druckverfahren ohne die gleichen Kosten zu verursachen.

Der Offset-Druck setzt kostspielige Platten voraus, die für jeden neuen Druck nur einmal verwendet werden können. Indigo-Drucker sollen hingegen die Elemente von Laserdruckern, Tintenstrahltechnik und Offset-Druck ineinander vereinen.

Eine weiteren Bereich, den der Gigant beobachtet ist die Partnerschaft zwischen Starbucks und T-Mobile. Die beiden Unternehmen ermöglichen einen kabellosen Web-Zugang via Wireless LAN in den Coffee-Shops. Die natürliche Erweiterung dieser Zusammenarbeit ist laut Joshi, dass HP für den passenden Ausdruck sorgt. „Das ist der nächste Schritt“, fügte er hinzu.

Laut HP-Marktforschern wollen zwei Drittel der Handy- und PDA-Anwender gerne bestimmte Daten ausdrucken, die sie mit sich herumtragen. Dem Konzern zufolge würden die Leute dann 40 bis 60 Seiten mehr ausdrucken, wenn sie immer einen Drucker zur richtigen Zeit verfügbar hätten.

ZDNet hat in einem ausführlichen News-Report die Nachrichten zur Fusion sowie die Links auf die wichtigsten Seiten der Gegner und Befürworter gesammelt.

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