AOL-Struktur wird umgebaut

Neuer Chef des Online-Riesen, Jonathan Miller, macht Mängel in der Organisationsstruktur verantwortlich für die Fehlbuchungen im Bilanzskandal

Der neue Chef von America Online (AOL; Börse Frankfurt: AOL), Jonathan Miller, will laut unternehmensnahen Quellen die internen Strukturen des Online-Dienstes grundlegend verändern. Er mache Mängel in der Organisationsstruktur verantwortlich dafür, dass Millionen Dollar falsch verbucht worden seien. So habe es aufgrund der stark ausgeprägten Matrixstruktur im Unternehmen bei Projekten oft Kompetenzgerangel gegeben, so Miller.

Mit detaillierten offiziellen Angaben zum Umbau des Konzerns rechnet man innerhalb von zehn Tagen. Miller wird bei seinem Vorhaben vom AOL-Strategen Dolf Di Biasio unterstützt, der eine interne Umfrage durchführen ließ, um herauszufinden, welche Verbesserungen AOL-Führungskräfte aller Unternehmensebenen für nötig erachten.

Auch der Medienriese AOL Time Warner (Börse Frankfurt: AOL) war nach Enron, Worldcom, Xerox und Adelphia gab Bilanzfehler zu. So war der Umsatz um 49 Millionen Dollar (49,7 Millionen Euro) aufgeblasen worden, teilte der Internet-Anbieter AOL in New York mit.

Die Fehlbuchungen erstreckten sich über den Zeitraum von eineinhalb Jahren. Das Eingeständnis war Teil der Bilanz-Unterlagen, die AOL Time Warner ebenso wie hunderte anderer US-Firmen eidesstattlich beglaubigt bei der US-Börsenaufsicht Securities Exchange Commission (SEC) einreichen musste.

Kontakt: AOL, Tel.: 040/361590 (günstigsten Tarif anzeigen)

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