Web-Hosting: Wie sicher sind Ihre Daten?

ZDNet hat die Rechenzentren von 1&1, Hosteurope, Plusserver, Server4Free und Strato jeweils vor Ort unter die Lupe genommen. So kann man nun den Provider auf Grund von Fakten statt Spekulation auswählen.

In den Prospekten versprechen alle Internet-Anbieter höchste Sicherheit für ihre Kunden, doch wie sind es in der Praxis aus? Wie wird der Zugang zum Rechenzentrum geschützt, was ist redundant ausgelegt und wie viele Mitarbeiter kümmern sich um die Technik? Mit einem großen Fragenkatalog fuhren wir nach Karlsruhe zu 1&1 und Strato, nach Köln zu Hosteurope und zu Plusserver und Server4Free nach Düsseldorf und ließen uns vor Ort die Technik erklären.

Während bei 1&1, Hosteurope, Plusserver und Strato alle Systeme in 19-Zoll-Schränken stehen und diese Racks in klimatisierten Räumen stehen, wählte Server4Free aus Preisgründen ein andere Technik. Hier stecken die Server in klassischen Midi-Tower-Gehäusen und werden in Metallregalen gestapelt. Klingt zunächst verrückt, macht aber – wie uns Intergenia-Chef Thomas Strohe erklärte, durchaus Sinn.

Vor einer Metalltür endete dagegen der Besuch bei Strato in Karlsruhe. Der Berliner Hoster hat seine Server bei KPNQWest untergestellt und belegt dort rund 300 m2 im Rechenzentrum. Inzwischen hat die Strato-Mutter Teles das komplette Rechenzentrum übernommen, doch der Kaufvertrag ist noch nicht vom Teles-Aufsichtsrat abgesegnet. Aus diesem Grund verwehrte der KPNQWest-Geschäftsführer den Zutritt, wie Teles-Vorstand Rochus Wegener uns am Besuchstag erklärte.

Interessant: Die beiden größten Hosting-Anbieter – die 1&1 Internet AG und die Strato AG – betreiben ihre Server am Standort Karlsruhe, nur wenige Minuten Fahrzeit voneinander entfernt. Knapp 70 Prozent der deutschen Internet-Sites – wenn man nach der Zahl der Domains geht – sind damit in der badischen Metropole zu finden. Grund ist wohl die Uni Karlsruhe, deren Informatik-Spezialisten zu den beiden Anbietern gelockt wurden.

Allen Betreibern stellten wir die gleichen Fragen aus fünf Rubriken. Zunächst wollten wir wissen, wie der Zutritt zum Rechenzentrum erfolgt. Dann haben wir uns im Inneren umgesehen und nachgefragt, wie zum Beispiel Brände im Ernstfall bekämpft würden und wie die Stromversorgung sichergestellt wird. In Teil 3 haben wir uns uns erklären lassen, wie die Hardware aufgebaut ist und wie schnell ein Ersatzteil eingebaut werden kann. Vorletzter Fragenkomplex war die Anbindung ans Internet. Hier wollten wir wissen, zu welchen Netzen direkte Übergänge existieren und was im Fall eines Baggerunfalls für Backup-Leitungen zur Verfügung stehen. Im letzten Abschnitt ging es um das Thema Standard, also: An welchem Standard orientiert man sich bei einem solchen Rechenzentrum, und wurde die Anlage von externen Gutachtern geprüft?

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5 Kommentare zu Web-Hosting: Wie sicher sind Ihre Daten?

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  • Am 31. März 2004 um 18:35 von Ein Plusserver-Geschädigter

    Groß angelegte Betrügereien – Man will nur den Zugriff auf das Bankkonto
    Plusserver, intergenia, Server4Free, etc. sind letztendlich nichts mehr als Betrügerfirmen von Thomas Strohe, Christoph Berger und Co.
    Erst werden Verträge mit Kunden abgeschlossen, die Ihnen Abbuchunggenehmigung für ihr Bankkonto erteilen und dann wird abgebucht, auf Teufel komm raus. Mir sind Einzelfälle bekannt, in der die Firma Plusserver, bis zu 19 Monaten NACH erfolgter Kündigung noch von den Konten der Kunden abgebucht hat.

    Fazit: Betrügereien im großen Stil !!!

    • Am 2. Januar 2006 um 23:38 von Michael Stuber

      AW: Groß angelegte Betrügereien – Man will nur den Zugriff auf das Bankkonto
      Ich kann die Vorwürfe nur bestätigen. Server4you betreibt das ganze im großen Stil. Anhaltende Fehler, unfähige Techniker, nicht eingehaltene Werbeversprechen (Einrichtung in 1 Stunde ; dauer waren 14 Tage). Das Unternehmen stellte vor kurzem nur noch Volljuristen als Mitarbeiter ein. Mitarbeiter werden ausfallend ("Der Chef wünscht es nicht mit dem Kunden über Email oder Telefon in kontakt zu treten"; "Sie blokieren nur die Leitung entweder Sie legen auf oder Ich"). Kostenloser Support – das ich nicht Lache. 0190er Nummer (1,86€ erfährt man aber erst im Kundenmenü). 0800 Support ist nur Firstlevelsupport der eigentlich nie helfen kann. Das ganze ist nicht tragbar. In Warteschleife hängen und dann nach 30min "Die leitungen sind überlastet rufen Sie später wieder an" gekickt werden und trotzdem zahlen. Eine Mitarbeiterin der Buchhaltung kann ich mit folgendem Zitieren: "Ich kann leider auch nichts tun, uns wird diese Praxis vorgeschrieben, auch wenn ich es so nich gut finde").

      FINGER WEG!!! Meine Empfehlung ist Hosteurope oder Hostpoint. Da gibts fähige Leute.

    • Am 28. März 2006 um 23:37 von Marcel Mudrich

      AW: Groß angelegte Betrügereien – Man will nur den Zugriff auf das Bankkonto
      Ich bin seit 4 Jahren Kunde bei Plusserver. Die anonymen (Feigling !) Vorwürfe kann ich nicht bestätigen. Der Support war stets hervorragend. Die Server sind performant und hochverfügbar. Und bei Abbuchungen hat es bei mir nie Probleme gegeben (Im Gegensatz zu Magicalworks, wo man etliche Rechnungen doppelt und dreifach abgebucht bekommt und nicht mal eine Rechnung erhält, geschweige denn einen versprochenen Rückruf).
      Fazit: Plusserver kann ich mit guten Gewissen empfehlen.

  • Am 28. März 2006 um 23:44 von Leon

    Re: Groß angelegte Betrügereien – Man will nur den Zugriff auf das Bankkonto
    Also ich war je 2 Jahre bei Plusserver, magicalworks und (aktuell) bei HostEurope.
    Magicalworks ist der absolut schlimmste von allen. Die Betrügereien beim Plusserver kann ich nicht bestätigen, allerdings ist der Support und die Freundlichkeit bei Hosteurope Plusserver Lichtjahre voraus.

  • Am 15. Juli 2006 um 22:32 von http://www.webhosting-bilig.com/webhosting-anbieter.php

    Sicherheit beim Webhosting-Anbieter?
    Sicher sind die Daten beim Webhosting-Anbieter sicherlich nicht. 100% können gar nicht garantiert werden, ein guter Hacker hackt alles. Aber was für ein Interesse sollen diese denn bei den vielen kleinen Webseitenbetreibern haben? So ungefähr könnte die Antwort lauten: Gar keins!

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