USA plant totales Überwachungssystem

Das Projekt "Total Information Awareness" soll Daten sammeln, speichern und via IP-Netze den Geheimdiensten zur Verfügung stellen

Seit dem Terroranschlag vom 11. September 2001 hat sich die Spionage-Welt verändert. Kritiker werfen den US-Geheimdiensten vor, noch nie so viele Informationen gehabt und gleichzeitig so wenig davon verwertet zu haben. Doch eine Besserung ist in Sicht. Bald soll das Spionagesystem TIA (Total Information Awareness) wichtige Nachrichten aus der Informationsflut bei den Geheimdiensten filtern.

Innerhalb der nächsten fünf Jahre soll das System unter der Führung der DARPA (Defense Advanced Research Projects Agency) entwickelt werden. TIA werde Daten sammeln, speichern und via IP-Netze zur Verfügung stellen. Gleichzeitig soll es Tools geben die diese Informationen übersetzen und Spracherkennungssysteme die Voice-Daten in ein einheitliches Format bringen. DARPA rechnet mit Datenmengen in Petabyte (ein Petabyte entspricht 1.048.576 GByte). Die künftigen Technologien sollen diese Informationsflut jedoch zügig auszuwerten können.

Mit TIA sollen sich alle digital erfassten Merkmale eines Menschen zentral sammeln lassen. So würde Wohnort, Kreditkartennummer, medizinische Informationen, Sozialversicherungsnummer, biometrische Signaturen sowie die Daten des Telefon- oder Internetanschlusses gespeichert. Kritiker befürchten, dass TIA nicht nur für Terroristen eingesetzt werde, sondern auch bei verdächtigen Zivilisten.

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5 Kommentare zu USA plant totales Überwachungssystem

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  • Am 9. August 2002 um 11:53 von DuX

    Ein Schritt vor – und zwei zurück..
    ..so tanzt die USA den Leuten auf der Nase rum. Ich bin mal gespannt, wann auch der letzte USAler einsieht, was er sich mit dieser Regierung angetan hat! Noch schreien sie alle nach mehr Sicherheit und Kontrolle, dass der Schuss aber nach hinten losgeht, wird bei all der Panikmacherei nur allzugerne übersehen, die USA wird mir zunehmend unsympathischer. Wieder zwei Schritte hin zum totalen Überwachungsstaat? Dejavué ?

  • Am 9. August 2002 um 12:48 von Winfried Schmeisser

    Wer ist eigentlich Petra?
    Was ein Petabyte ist, ist mir ja durchaus erklärlich… Aber ob ein Petrabyte wohl die Datenmenge ist, die beim Digitalisieren einer oder mehreren Petras entstehen könnte – das würde mich schon interessieren.

  • Am 12. August 2002 um 6:30 von yogi

    Wer schreibt von wem ab ???
    Für mich sind 1000 Gigabyte immer noch 1 Terrabyte.

    Petrabyte schein ein Druckfehler zu sein. Der jetzt immer schön kopiert wird.

  • Am 12. August 2002 um 20:44 von expocityvoice

    Ist doch alles kalter Kaffee!
    Das ist für uns kalter Kaffee; man darf nämlich nicht vergessen, daß es in USA kein Meldegesetz gibt. Einzige Ausnahme davon sind Strafentlassene auf Bewährung, woran diese sich auch nicht immer halten. <br />
    Was das Governement jetzt fordert, ist bei uns seit 100 Jahren üblich; bei uns verfügen die Dienste über wesentlich mehr Informationen.<br />
    Aber das weiß Lieschen Müller leider nicht!

  • Am 13. August 2002 um 19:57 von janis

    Totale Überwachung von Anfang an geplant
    Das fädeln die Amis immer wieder geschickt ein.Diese ganzen billigen Argumente man wolle die Menschheit vor den Terror schützen.Das alles ist doch nur Panikmacherei.Es war wohl von Anfang an klar.Diese Überwachung wollten sie schon lange durchsetzen.Man verbreitet erst einmal der ganzen Gesellschaft Panik ein z.B Terror und dann als Lösung so eine Überwachung.Anschlisend wartet man ab dass die menschheit diesen Überwachungsschrott annimmt.Das darf doch nicht wahr sein.Privatsfähre gleich null.Big Brother lässt grüssen.Wir müssen langsam aufwachen das ist nur Amerikanische Propaganda.

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