Visa will Handy-Shopping sicherer machen

Authentifizierung eines Karteninhabers soll in Echtzeit erfolgen / "Wenn Einkäufe zunehmen, werden wir funktionsfähige Standards anbieten können"

Visa Internation Europa hat seine „Mobile 3D-Secure“-Technologie vorgestellt. Damit soll die Authentizität eines Karteninhabers in Echtzeit kontrolliert werden und damit die Sicherheit von mobilem Online-Shopping sicherstellen. Wie dieses Verfahren genau funktioniert und was diese Technik den Anbieter kostet, wollte der Visa jedoch nicht verraten.

In Europa hat die Nutzung von Handys in den letzten Jahren laut Visa deutlich zugenommen. Und damit auch der Trend zum mobilen Shopping. Handy-Hersteller Nokia erwartet, dass im kommenden Jahr mehr Menschen mit tragbaren Geräten ins Internet gehen als vom Festnetz aus. Experten der Beratungsfirma Ovum Limited schätzen, dass 2004 weltweit 373 Millionen Menschen online einkaufen werden.

Etwas anders sieht das eine Studie der Unternehmensberatung A.T. Kearney und des Judge Institute of Management der Universität Cambridge. So soll das Interesse der Verbraucher am Einkauf per Handy sinken. Nur zwölf Prozent aller Nutzer planen noch, per Mobiltelefon auf Shopping-Tour zu gehen, so die Untersuchung. Im Vorjahr beabsichtigten noch 32 Prozent der Mobilfunkkunden, das WAP-Handy zum Einkaufen zu nutzen.

Als Hemnisse für die Nutzung des so genannten M-Commerce erwiesen sich zu dürftige Angebote und die Sorge über die Sicherheit bei der Zahlungsabwicklung. Die hohen Hoffnungen, die in WAP gesetzt wurden, hätten sich bislang nicht erfüllt, erklärte A.T. Kearney-Experte Martin Sonnenschein. Obwohl die Zahl der WAP-fähigen Geräte steige, sinke derzeit das Interesse am mobilen Einkauf.

Das Verfahren für das sichere Bezahlen im Web wurde zusammen mit 15 Unternehmen wie Ericsson, Gemplus, Motorola und Toshiba entwickelt. Mobile 3D-Secure ist Teil des „Visa Authenticated Payments“, einem E-Commerce-Programm. Dieses soll den Karteninhabern sichere Online-Transaktionen im E- und M-Commerce ermöglichen. „Das Gros der Internet-Transaktionen läuft heute noch über den PC. Dennoch entwickelt Visa schon jetzt Sicherheitsstandards für die Technologien von morgen. Wenn die Einkäufe über mobile Endgeräte zunehmen, werden wir funktionsfähige Standards anbieten können“, meinte Visa Internation Europe-Vice President Jon Prideaux.

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1 Kommentar zu Visa will Handy-Shopping sicherer machen

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  • Am 13. Oktober 2001 um 15:00 von Gianni

    Gerade eine Kreditcard Organisation
    Visa will Handy-Shopping sicherer machen – ein Witz. Gerade ein Anbieter von der unsichersten Zahlungsart der Welt, nämlich von Kreditkarten, will Handy-Shopping sicherer machen. Die sollten einmal die geradezu sträfliche Vernachlässigung von absolut minimalen Sicherheitsstandards bei ihrem Plastikgeld (z.B. noch immer keine zwingenden Fotos auf den Karten) in den Griff bekommen. Kuckuck, ich hör dich rufen! Ich denke, dass die lediglich Angst haben, künftig ihre Geschäftsbasis (zu Recht) zu verlieren; sie sind zu teuer, gefährlich, unsicher und unsinnig. Die Handys werden sie ablösen. Visa als Sicherheitsanbieter für’s Handy-Shopping: da verzichte ich gerne darauf.

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