Nortel schließt mit DSL-Technik ab

Umsatz im Geschäftsfeld ist kanadischem Telekommunikationskonzern zu gering / Entlassungen bereits in früherer Ankündigung enthalten

Der kanadische Telekommunikationskonzern Nortel Networks (Börse Frankfurt: NNT) hat mitgeteilt, sein Digital Subscriber Line (DSL)-Geschäftsfeld einzustellen. Der Telekommunikationsausrüster war immer ein relativ kleiner Mitspieler auf dem DSL-Markt, meinte Robertson Stephens-Analyst Paul Silverstein in einer Mitteilung. Demnach plazierte sich das Unternehmen an fünfter Stelle hinter dem Branchenprimus Alcatel (Börse Frankfurt: SEL) , der im vergangenen Jahr mehr als eine Milliarde Dollar Umsatz erzielte.

Silversteins Bericht stützt sich auf eine Statistik des US-Marktforschungsinstituts Synergy Research Group, die zeigt, dass Nortels wichtigstes DSL-Produkt, die IMAS DSLAM-Plattform, nur 107 Millionen Dollar Umsatz im vergangenen Jahr einbrachte. Dieser Betrag machte laut der Analyse weniger als 0,5 Prozent des gesamten Konzernumsatzes im Jahr 2000 aus.

„Wir glauben, dass Nortel sich hart tun würde, einen sichtbaren Wachstum auf dem Feld zu erzielen. Einen spürbaren Gewinn im DSL-Geschäft zu erreichen, scheint noch unvorstellbarer,“ schrieb der Analyst Silverstein weiter.

Das Geschäftsfeld aufzugeben würde keinerlei Auswirkungen auf die Einschätzungen der Analysten für das Finanzjahr 2001 oder 2002 haben, schätzt er.

Nortel-Sprecher David Chamberlin meinte: „Wir legen unsere gesamte Energie in die Geschäftsfelder mit dem größten Wachstum und Wert, um unseren Gewinn zu erhöhen.“ Laut dem Sprecher sind die Stellenkürzungen, die durch die Aufgabe des DSL-Zweigs entstehen, bereits in den im April angekündigten 20.000 Entlassungen enthalten.

Der Telekommunikationsausrüster kam zur DSL Technologie durch den Kauf der Firma Promatory Communications für 778 Millionen Dollar im vergangenen Jahr.

Kontakt:
Nortel Networks, Tel.: 001703/712-833 (günstigsten Tarif anzeigen)

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