Sony erwartet Verlust

Der Elektronikkonzern erwirtschaftet Minus im vierten Quartal / Grund: Niedrigere Preise für elektronische Konsumprodukte und schleppende Liquidierung der Lagerbestände

Der japanische Elektronikkonzern Sony (Börse Frankfurt: SON1) wird morgen, Freitag, wahrscheinlich einen Nettoverlust von 7,7 Million Dollar für das vierte Quartal 2000, das am 31. März endete, bekannt geben. Ein Jahr zuvor betrug der Verlust noch 300,4 Millionen Dollar.

Auch wenn Sony keine Quartalsschätzungen abgibt, lässt sich der erwartete Umsatz für das vierte Quartal berechnen. Zieht man den bekannten Umsatz der ersten drei Quartale von der Jahresprognose des Konzerns ab, so kommt man auf erwartete Nettoeinnahmen von 9,8 Millionen für die vierte Periode.

In den ersten drei Quartalen schmälerte Sonys Electronics Business-Segment aufgrund der Entwicklungskosten für die Spielekonsole Playstation 2 (ZDNet berichete) den Gewinn. Im vierten Quartal wird der Umsatz in dem Elektronikbereich nicht ausreichen, um den Verlust der Spiele-Sparte zu decken. Grund ist die nachlassende Nachfrage nach Computern und Handys.

„Sony ist eines von vielen japanischen Unternehmen, die unter sehr schwierigen Konditionen im vierten Quartal arbeiteten,“ sagt der Analyst von der Credit Suisse First Boston Securities, Alan Bell.

Der Umsatz im vierten Quartal stieg nach einer Analysten-Umfrage um etwa zehn Prozent auf 14,9 Milliarden. Die Verkäufe wurden durch einen schwächeren Yen belebt, da mehr als 70 Prozent der Elektronikprodukte im Ausland verkauft werden.

Dennoch hatte „der Preisverfall von Elektronikprodukten starken Einfluß auf Sonys Einnahmen. Mehr als der schwache Yen-Kurs,“ meint der Analyst von Mizuho Securities, Kazuya Yamamoto. „Sony hatte geplant den Lagerbestand seiner Elektronikgeräte um 1,6 Milliarden zu reduzieren. Doch ich glaube nicht, dass der Konzern sein Ziel da erreicht hat.“

Der Spiele-Bereich des Elektronikkonzerns vermeldete einen Betriebsverlust von 269 Millionen Dollar innerhalb der vergangenen neun Monate bis Dezember 2000. Das Segment machte 40 Prozent des gesamten Umsatzes 1999 aus. Mittlerweile ist dieser Bereich nicht mehr der Geldgeber, der er einst war. Innerhalb der vergangenen neun Monate erzielte die Spiele-Abteilung gerade mal einen Umsatzanteil von marginalen 8,6 Prozent.

Kontakt:
Sony, Tel.: 0221/59660 (günstigsten Tarif anzeigen)

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