Umziehen für die Flatrate?

City-Carrier konzentrieren sich auf eine Region und bauen dort eine eigene Infrastruktur auf

Wie kleine gallische Dörfer inmitten des römischen Reiches wirken die Städte in Deutschland, in denen City-Carrier eine Flatrate anbieten. Firmen wie Isis, Kom Tel, Nefkom, Netcologne, Telebel und Versatel zeigen, dass man auch in kleinen Regionen einen Vollanschluß nebst Flatrate anbieten kann.

Die Kalkulation der Firmen ist einfach: Der Kunde muss zunächst seinen Telefonanschluss von der Deutschen Telekom (Börse Frankfurt: DTE) auf den neuen Anbieter umstellen, bevor er die Flatrate nutzen kann. Wenn die letzte Meile erstmal dem Anbieter „gehört“, zahlt er keine Internet-Connection-Gebühren pro Online-Minute mehr an die Telekom und muss nur noch seine eigenen Kosten für Netze, Hardware und Personal kalkulieren.

Der Düsseldorfer Anbieter Isis, der zu Arcor gehört, bietet eine ADSL-Flatrate für 49 Mark pro Monat an. Voraussetzung ist ein spezieller „Isifon Isdn Dsl“ Anschluss, der 64,90 Mark pro Monat kostet. Zusammen kommt das Paket also auf 113, 90 Mark pro Monat. Isis versorgt die Gebiete von Mönchengladbach bis Essen und von Kamp Lintfort bis Grevenbroich. Interessant: Wenn ADSL am eigenen Wohnort noch nicht verfügbar ist, gibt es von Isis für 59 Mark eine ISDN-Flatrate mit Kanalbündelung.

Der norddeutsche Anbieter Komtel bietet seine ISDN-Flatrate für 75 Mark pro Monat an. Die Mindestvertragslaufzeit beträgt sechs Monate. Wer den Zugang nutzen möchte, muss in Schleswig-Holstein wohnen und einen Telefonanschluss bei Kom Tel besitzen, der zwischen 25 (Analog) und 30 (ISDN) Mark pro Monat kostet. Eine Liste der Vorwahlen, in denen Komtel schon genutzt werden kann, findet sich hier. ADSL befindet sich bei Komtel zur Zeit in den Städten Flensburg, Rendsburg, Schleswig, Neumünster und Lübeck im Aufbau. In Flensburg sollen die ersten Kunden in diesem Quartal ans Netz gehen.

In den Städten Wuppertal, Remscheid, Solingen und Umgebung ist die Firma Telebel zu Hause. Sie bietet seit Mitte Dezember für 49 Mark eine ISDN-Flatrate und für 63 Mark eine ADSL-Flatrate mit einer Übertragungsrate von 768 KByte/Sekunde. Der benötigte ISDN-Anschluss kostet im Monat 36 Mark. Die Mindestvertragslaufzeit der Flatrate liegt bei drei Monaten.

Vielen Kunden noch als bundesweiter Flatrate-Anbieter in Erinnerung, bietet Versatel seine Flatrate mittlerweile nur noch in Verbindung mit einem Vollanschluss in Dortmund und Umgebung an. Das Paket trägt den Namen „ISDN Power P@ck“ und kostet 99 Mark Grundgebühr pro Monat. Wer bis Ende März wechselt, spart die Freischaltungskosten in Höhe von 50 Mark.

Bei Nefkom, dem Telefonunternehmen in Nürnberg, Erlangen und Fürth, gibt es für 29 Mark eine ISDN-Flatrate mit Kanalbündelung, die werktags von 16 bis 6 Uhr und am Wochenende rund um die Uhr genutzt werden kann. In der übrigen Zeit kostet der Zugang pro Kanal und Minute 1,9 Pfennig.

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Neueste Kommentare 

2 Kommentare zu Umziehen für die Flatrate?

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  • Am 4. Mai 2005 um 22:12 von u.Th

    D-Mark??
    Hurra!!! Die D-Mark wurde wieder eingeführt

    • Am 9. August 2005 um 0:06 von :-)

      AW: D-Mark??
      Zitat:
      Umziehen für die Flatrate?

      Von Sebastian Brinkmann
      ZDNet
      20. Februar 2001, 01:01 Uhr

      ;-)

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