Regierung plant Internet-Offensive

Zehn Punkte sollen Deutschland ins Netz bringen

Bundeskanzler Gerhard Schröder wird nach Informationen der „Berliner Zeitung“ am heutigen Montag auf der Expo ein Zehn-Punkte-Programm vorstellen, das die Beherrschung des Internet quer durch alle Bevölkerungsschichten zum Ziel hat. Der Umgang mit dem Internet solle innerhalb weniger Jahre Teil der Allgemeinbildung sein. Schröder wird am Montag auf dem Kongress der „Initiative D21“ in Hannover sprechen.

Schröder will sich verpflichten, alle Schulen bis zum kommenden Jahr mit PCs und Internetzugang auszustatten. In öffentlichen Bibliotheken wird in Zukunft kostenlose Recherche via Internet möglich sein. Der Bundeskanzler möchte Sponsoring-Formen fördern, bei denen Unternehmen Schulen mit Computern versorgen.

Weitere Pläne der Bundesregierung:

  • Arbeitslose können ab Oktober einen „Internet-Führerschein“ erwerben.
  • Steuerfreiheit für die private Nutzung des Internet-Zugangs am Arbeitsplatz.
  • Arbeitnehmer, die den privaten PC vorwiegend beruflich nutzen, können ihn trotz Internet-Zugang als Werbungskosten absetzen.
  • Bis 2005 sollen alle Internet-fähigen Dienstleistungen des Bundes online abrufbar sein.
  • Der gesamte Abwicklung von Bafög, von der Antragstellung bis zur Rückzahlung, soll künftig komplett elektronisch erfolgen.

Beim Kongress der Initiative D21 will der Vorsitzende Erwin Staudt Bilanz zum einjährigen Bestehen des IT-Bundes ziehen. Als einen der wichtigsten Erfolge sieht der Deutschland-Chef von IBM (Börse Frankfurt: IBM) die Einführung der Green Card.

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